Modelexikon

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Textil-Wissen von A bis Z

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Abnäher
Abnäher sorgen für den guten Sitz von Kleidungsstücken, besonders auch im Bereich der Damenmode. Damit sich Blusen, Röcke und Hosen optimal an den Körper anpassen, müssen die Schnittmuster so gestaltet werden, dass die fertige Kleidung keine unerwünschten Falten oder Beulen zeigt, wo ein glatter, perfekt anliegender Sitz gewünscht wird.
Ein Abnäher entsteht, wenn ein Schnittteil an der vorgesehenen Stelle zusammengelegt und ein spitzwinkliges Dreieck abgenäht wird. Der so entstandene Abnäher wird aufgeschnitten, glattgebügelt und an den Rändern bei Bedarf versäubert. Der bearbeitete Stoff weist nun eine Wölbung auf, die sich - z. B. an der Brust oder in der Taille - der Körperform anpasst.

Acid Wash
Bei diesem Verfahren wird das Kleidungsstück in einer Chlorlösung gewaschen. Bei Jeans entsteht dadurch eine unebenmäßige bis weiße Entfärbung des Stoffes bzw. es werden vereinzelte weiße Flecken erzeugt. In den späten 1980er Jahren war Acid Wash ein großer Modetrend unter Jeansträgern, der in den 1990er Jahren wieder durch dunklere, farbebene Modelle verdrängt wurde.
Mittlerweile setzen Denim-Fans wieder auf Jeans mit dieser Waschung. Dank des anhaltenden Trends werden Acid-Wash-Jeans auch mit zusätzlichen Löchern oder Rissen im Used- bzw. Destroyed-Look angeboten.#

Acryl
Acryl ist die Kurzform einer Kunststoffverbindung namens Polyacrylnitril. Es lässt sich vielfältig einsetzen und kann sehr leicht gefärbt werden, dazu ist es günstig, bauschfähig und hypoallergen. Durch diese Vorteile ist es, als Beimischung oder in Reinform, ein sehr beliebtes Material in der Textilindustrie. Allerdings gilt es als relativ hitzeempfindlich und darf keinen Temperaturen über 40°C ausgesetzt werden Acryl wird häufig mit Wolle gemischt, die sich ähnlich anfühlt. Aufgrund seiner Eigenschaften, zu denen auch Wetterbeständigkeit gehört, wird es in den Bereichen Sport- und Freizeitbekleidung eingesetzt. Jogginghosen, Strümpfe und Pullover enthalten beispielsweise oft Acrylfasern.

Ajourstrick
Ajour ist eine Stricktechnik. Sie zeichnet sich durch ein charakteristisches Lochmuster aus. Es entsteht durch Umschläge und zusammengestrickte Maschen. Es gibt mehrere Strickmuster, nach denen Ajourmuster gestrickt werden. Immer verleiht es dem Kleidungsstück eine gewisse Luftigkeit, Leichtigkeit und eine 3D-Optik. Es wird für Jacken und Pullover verwendet, kommt aber auch bei Tops oder Socken als dekorative Kante zum Einsatz. Das Muster wirkt sehr edel und verleiht Kleidungsstücken femininen Charme. Die Grobstrickoptik wird bei modernem Ajourstrick oft durch Garne mit Metalleffekten oder in besonderen Farbtönen hervorgehoben.
Ajour ist zudem ein Sammelbegriff für Webstoffe, die mit einem Lochmuster durchbrochen sind.

A-Linie
Vom französischen Modeschöpfer Christian Dior (1902-1957) Mitte der 1950er Jahre entwickelte, in seiner Form an ein A erinnernde Modesilhouette eines Kleides oder einer Oberteil-Rock-Kombination.
Typisch für Mode der bisweilen auch als "Glockensilhouette" bezeichneten A-Linie sind Kleider mit schmalen Schulteransätzen und einem eng anliegenden Oberteil mit leichter Taillierung. Der Rockteil des Kleides ist betont weit ausgestellt und weist einen schwingenden Saum auf. Das von Yves Saint Laurent (1936-2008) Ende der 1950er Jahre kreierte Trapez-Kleid stellt in gewisser Weise eine Fortentwicklung der Dior-A-Linie dar.

Allover
Ob vielfarbig oder nur mit einer Farbe bedruckt: Wenn der Druck den ganzen Stoff bzw. ein daraus gefertigtes Kleidungsstück bedeckt, spricht man von einem Allover-Druck (von eng. allover für "gleichmäßig, lückenlos"). Beim Zuschneiden des Stoffes ist - besonders bei großen, grafischen Drucken - darauf zu achten, dass die einzelnen Stoffteile zusammenpassen, dass z. B. bei einem Mehrbahnen-Rock, das Muster auf den einzelnen Schnittteilen in die gleiche Richtung läuft. Es gibt aber auch Designs, bei denen die Muster der einzelnen Schnittteile in unterschiedliche Richtungen laufen, um bestimmte Effekte zu erzielen.
Besonders beliebt sind Allover-Drucke mit kleinteiligen Mustern wie z. B. Hahnentritt-Muster oder Vichy-Karo. Kleidungsstücke im Allover-Druck sollten am besten mit einfarbigen Kleidungsstücken kombiniert werden.

Applikationen
Applikationen, auch Applike oder Aufnäharbeiten genannt, sind dekorative Details, die auf Textilien oder Leder aufgebracht werden. Sie sind flach bis erhaben und können die unterschiedlichsten Farben, Formen und Materialien aufweisen. Grundsätzlich lassen sich fast alle Gewebe mit solchen Verschönerungen bestücken, sofern es deren praktischen Nutzen nicht einschränkt.
Applikationen haben eine lang Tradition und werden verwendet, um ein Textilstück zu etwas Besonderem oder Einzigartigem zu machen. Stickereien, Spitzenborten, Häkeldetails, im weiteren Sinne auch Perlen, Pailletten und Nieten zählen zu den beliebtesten Applikationen. Diese können an- bzw. aufgenäht oder flächig durch Sticken bzw. Kleben aufgebracht werden.

Animalprint
Als Animalprint werden Druckmuster auf Kleidungsstücken bezeichnet, bei denen das Fellmuster verschiedener Tiere als Vorlage dient. Großer Beliebtheit erfreuen sich vor allem Leoparden- und Zebra-Muster, die beispielsweise auf Tops, Blusen oder enganliegende Hosen gedruckt werden. Auch Schlangenmuster sind sehr häufig anzutreffen. Um extravagante Akzente zu setzen, werden für die Animalprints auch ausgefallene Farbtöne wie beispielsweise Neonfarben verwendet.

Atlasbindung
Die Atlasbindung ist eine Technik aus der sogenannten Bindungslehre, einer Lehre, die in der Weberei die möglichen Verkreuzungsmethoden von Kett- und Schussfäden von Geweben bezeichnet.
Bei der Atlasbindung (auch Satinbindung) wird ein Schussfaden jeweils wechselweise unter einem und über mindestens zwei Kettfäden hindurchgeführt. Der nächste Schussfaden wird genauso, nur auf der Rückseite und mit mindestens zwei Kettfäden Versatz geführt. So werden auf dem fertigen Stoff auf der einen Seite vermehrt die Kettfäden und auf der anderen Seite vermehrt die Schussfäden sichtbar, was ihn nicht nur zweiseitig verwendbar macht, sondern bei Lichteinfall auch einen glänzenden Effekt hervorruft.

Ausbrennerware
Ausbrennerware besteht aus zwei verschiedenen Fasern, nämlich aus synthetischer und natürlicher Faser. Ausbrennen bezeichnet eine Bearbeitungsform von Kleidungsstücken, die besondere optische und haptische Effekte erzielt. Dabei wird eine chemische Lösung auf die Ware aufgetragen, um ein Muster auszubrennen. Am Ende des Vorgangs bleiben lediglich die Synthetikfasern zurück. Der Stoff erhält dadurch eine leichte Transparenz und einen besonderen Effekt.

Babycord (Feincord)
Babycord, der auch Feincord genannt wird, ist ein Samtgewebe, welches sich dadurch auszeichnet, dass es sehr fein gerippt ist. Babycord weist typischerweise mehr als vier Rippen pro Zentimeter Stoff auf. Im Vergleich zu dem derberen Cord besitzt Babycord damit etwa doppelt so viele Rippen, die zudem eine geringere Höhe haben. Das macht den Stoff wesentlich weicher und anpassungsfähiger.

Badges
Ein Begriff aus dem Englischen, der soviel wie "Abzeichen" bedeutet. Früher kennzeichnete der englische Adel damit sein Briefpapier, Urkunden oder Gebäude. Später übernahm der europäische Adel ebenfalls diese Kennzeichnung. In der heutigen Zeit werden oft bestickte oder bedruckte Ansteck-Buttons oder auf Kleidungsstücke genähte Etiketten so bezeichnet, die besonders auffallen und als Dekoration an Kleidungsstücken dienen.

Bändchengarn
Bändchengarn besteht statt gesponnener und verzwirnter Fäden aus gewebten Bändern oder aneinandergenähten dünnen Stoffstreifen.
Da Bändchengarn oft einen hohen Baumwollanteil enthält, ist es meist weich, pflegeleicht, kratzt nicht und ist hautfreundlich. Selbst wenn das Bändchengarn einfach gestrickt wird, ist das Maschenbild attraktiv. Bändchengarn wird zum Beispiel für Westen, Schals, Pullis und leichte Sommershirts verwendet. Sehr hübsch wirkt Bändchengarn, wenn nur rechte Maschen gestrickt werden oder es als Muster aufgestickt ist.

Basics
Modische Basics sind Kleidungsstücke, die zur Grundausstattung jeder Garderobe gehören. Diese Kleidungsstücke sind vielseitig kombinierbar und zu verschiedensten Gelegenheiten zu tragen. Zu den Basics der Damenmode zählen beispielsweise Basic-Tops und Shirts, Röcke, Hosen, Blazer, Blusen, klassische Hosenanzüge und Kostüme. Dabei handelt es sich großteils um Klassiker der Modekollektionen.Je nach Moderichtung, Hersteller, Anbieter und Kollektion sind die Basics bestimmten modischen Styles unterworfen. Viele Basics können durch schicke Kombination in der Freizeit, im Büro und zum besonderen Anlass getragen werden.

Batik
Batik ist ein Färbeverfahren für Textilien, das durch die Hippies der 1960er und 1970er Jahre populär wurde und heute wieder modern ist. Diese Art der Färbung kommt ursprünglich aus Indonesien - "mbatik" bedeutet "mit Wachs schreiben". Vor dem Färben wird flüssiges Wachs in Mustern auf das Kleidungsstück aufgebracht. Der vom Wachs verdeckte Stoff kann keine neue Farbe aufnehmen, wodurch sich nach dem Abwaschen des Wachses Kontraste ergeben. Weniger traditionell, aber weiter verbreitet, ist das Abbinden von Stoffteilen mit Knoten oder Gummis, was nach dem Färben zu kreisförmigen Mustern in der originalen Farbe des Stoffes führt. Dadurch können Kleidungsstücke höchst individuell gestaltet werden.

Baumwolle
Als Baumwolle bezeichnet man eine Naturfaser, die aus den Samenhaaren der Baumwollpflanze gewonnen wird. Die ältesten Belege für Baumwollsamen und -fasern stammen aus dem 5. Jahrtausend v. Chr. in Indien.
Baumwollstoffe können mit bis zu 65 % ihres Eigengewichtes im Vergleich zu Kunstfasern zwar viel Feuchtigkeit aufnehmen, trocknen jedoch nur langsam. Aufgrund der Luftdurchlässigkeit und des niedrigen Allergiepotentials von Baumwolle gilt das Gewebe als hautfreundlich. Baumwollstoff ist reißfest und widerstandsfähig gegen Hitze und Laugen, daher ist er auch bei intensiver Benutzung und häufigem Waschen äußerst langlebig. Baumwollgewebe können sowohl eine raue oder weiche Oberfläche aufweisen (Biber) als auch durch Veredlungsverfahren (Merzerisation) einen seidenartigen Glanz erhalten. Besonders beliebt ist Baumwolle als "Denim" für Jeans.

Bengaline
Bengaline ist ein Begriff für eine Stoffart, die ursprünglich aus Bengalen in Vorderindien stammt. Die Baumwollmischung wirkt durch ihre Webart ripsähnlich. In Indien wird dieser Stoff für Kleidung im Punjabi-Suit-Style genutzt. Über einer enganliegenden Hose ohne Taschen trägt man eine lange Tunika. Der Begriff wurde mit der Zeit auf die charakteristisch geschneiderten Hosen ausgeweitet.
Eine Bengaline kann 7/8-Länge aufweisen oder auch lang sein. Die Hose ohne Taschen verfügt über einen angeschnittenen Bund. Abnäher und ein Stretchanteil sorgen für einen körperbetonten Sitz. Die Bengaline wird nicht durch Knöpfe, sondern durch einen seitlichen Reißverschluss geschlossen. Unter Tuniken und langen Oberteilen ist sie ideal, da sie nicht aufträgt.

Beschichtung / Coated
Um Textilien zu schützen und zu konservieren, können sie beschichtet werden. Coating bzw. coated leitet sich von "Coat" ab, dem englischen Wort für Mantel bzw. Beschichtung. Die Beschichtung von Stoffen fällt unter die Textilveredelung und kann verschiedenen Zwecken dienen. Durch das Auftragen einer Kunststoffschicht auf einen Stoff kann dieser beispielsweise luft- oder wasserresistent gemacht werden. Zudem kann bei stark beanspruchter Bekleidung die Abriebfestigkeit verstärkt und damit die Lebensdauer verlängert werden. Nicht zuletzt hat eine Beschichtung von Textilien neben praktischen Vorteilen auch eine optische oder haptische Wirkung, die Kleidungsstücken einen besonderen Look verleiht.

Biese
Eine Biese ist eine schmal abgesteppte Falte mit umgebügeltem Faltenbruch. Die Breite einer Biese variiert zwischen einem Millimeter und einem Zentimeter. Oft werden mehrere Biesen parallel versteppt. Der Faltenwurf aller Biesen wird in die gleiche Richtung gebügelt. Das wirkt sehr dekorativ, feminin und verspielt. Eine Biese hat auch einen praktischen Vorteil. Durch die umgebügelte Falte steht mehr Stoff, zum Beispiel im Bereich der Brust, zur Verfügung. Biesen zieren vor allem Blusen, Kleider und festliche Herrenhemden, aber auch Lederwaren. Sie werden unsichtbar am Rand fixiert und manchmal mit einer Naht betont.

Biker-Jacke
Eine Biker-Jacke ist eine Jacke, die meistens aus Leder besteht. Sie wird heute nicht mehr nur von Motorradfahrern als funktionelles Kleidungsstück verwendet, sondern ist längst zum modischen Trend-Kleidungsstück avanciert. Gerade in der Damenwelt erfreut sie sich größter Beliebtheit. Durch die verschiedenen Schnitte, Muster und Verzierungen präsentieren Biker-Jacken sich sehr individuell. Die Biker-Jacke ist im Normalfall eher enganliegend und betont so die weibliche Figur. Die meist taillenkurze Jacke ist in vielen verschiedenen Farben erhältlich, wird aber auch heute noch häufig in der für Biker-Jacken klassischen Farbe Schwarz getragen. In dieser Ausführung lässt sie sich zudem vielfältig mit anderen Kleidungsstücken kombinieren.

Blasebalgtasche
Die Blasebalgtasche ist eine viereckige, aufgesetzte Tasche, die durch Stofffalten viel Volumen zur Verfügung stellt. Sie wird mit einer Klappe verschlossen, meistens mit Klettverschluss oder einem Knopf zu befestigen. Reißverschlüsse sind selten. Geschlossen sieht diese Art von Tasche unten dicker aus als oben und erinnert an einen Blasebalg. Sie findet sich an funktionellen Kleidungsstücken wie Cargohosen, Sportbekleidung oder Kleidung im Military-Style.

Bleached
Bleached ist der englische Begriff für gebleicht. Das Bleichen wird hauptsächlich bei der Produktion von Jeans angewendet. Durch die Beigabe von Bleichmitteln erhält die Jeans ihr helles und verwaschenes Aussehen. Dies verleiht der Jeans einen individuellen Charakter. Bleached Jeans gibt es in zwei Varianten. Sie können entweder komplett gebleicht werden oder nur an bestimmten Stellen.

Blue Denim / Black Denim
Denim, ein Baumwollstoff in Köperbindung, ist eine Erfindung eines US-amerikanischen Bekleidungsherstellers. Dieser dicht gewebte Stoff wird typischerweise in den Farben Blau und Schwarz hergestellt, da er ursprünglich der Grundstoff für robuste Arbeitskleidung war. Die Bezeichnungen Blue Denim und Black Denim benennen die unterschiedlich gefärbten Stoffe, aus denen Hosen und Overalls gefertigt wurden. Bis heute sind diese Denimarten die beliebtesten für Jeans.Bei der Herstellung von Denim werden in die weißen Schussfäden entweder blau oder schwarz eingefärbte Kettfäden gewebt. Von innen sind alle Denimsorten daher hell.

Boiled Wool
Boiled Wool ist englisch und bedeutet "gekochte Wolle". Stoffen aus Boiled Wool ist also widerfahren, wovor normalerweise gewarnt wird: Sie wurden gekocht. Das wird mit Wollstoffen gemacht, die besonders für wetterfeste Kleidung verwendet werden. Beim Kochen verhaken sich die Wollfasern miteinander und das Material wird dichter, der Stoff läuft ein.Nach dem Trocknen lässt sich dieser sehr feste, im Griff aber angenehm weiche Stoff zu Kleidungsstücken verarbeiten, die sich aufgrund ihrer Eigenschaften gut für den Outdoor-Bereich eignen. Jacken und Mäntel aus Boiled Wool halten Regen und Wind ab, sind langlebig und sehr bequem.

Bolero
oder ohne Ärmel getragen.Moderne Boleros sind ideale Kombinationspartner für Cocktail- und Abendkleider. Die Jäckchen werden vorn geknotet oder mit Knöpfen verschlossen.

Bonding
Eine feste Verklebung zweier verschiedener Stoffe wird als Bonding bezeichnet. So entsteht ein "Doppelgewebe" mit zwei unterschiedlichen Seiten, die sich sowohl in ihrer Materialeigenschaft als auch farblich unterscheiden können. Die Wirkung ähnelt der des teureren Doubleface. Beim Doubleface sind die beiden Gewebeseiten jedoch fest miteinander verwoben und nicht, wie beim Bonding, miteinander verklebt. Bonding wird vornehmlich bei Kleidungsstücken mit dekorativer Innenseite oder mit Wendefunktion eingesetzt. Es ist in seiner Herstellung eine günstige Alternative zum Doubleface und optisch genauso wirkungsvoll.

Boot-Cut
Aus dem Englischen, bedeutet "Stiefelschnitt". Bezeichnung für den Schnitt einer Hose, sehr häufig Jeans, die an den Oberschenkeln eng anliegt, ab dem Knie jedoch ausgestellt ist. Ähnelt einer Schlaghose, doch ist die Weite des Schlags gemäßigter. Aufgrund des weiten Hosenbeins können idealerweise Stiefel unter der Hose bzw. Jeans getragen werden. Kaschiert runde Waden und kurze Beine.

Bordürendruck
Bordüren sind bandförmige Muster, die im Saum-, Kragen- oder Ärmelbereich - meist von Oberteilen - als Dekoration eingesetzt werden. Sie können aus ein- oder mehrfarbigen Ornamenten, floralen oder Fantasiemustern bestehen. Mit dem Bordürendruck lassen sich unifarbene Kleidungsstücke betonen und abwechslungsreicher gestalten. Der Bordürendruck kann sich auch in der Breite verlaufend über eine Stoffbahn ziehen. Dann lassen sich besonders attraktive Kleidungsstücke gestalten. Bordüren setzen Akzente und ziehen den Blick des Betrachters auf sich. Mit Bordürendrucken werden vor allen Dingen Stoffe für Kleider, Blusen und Röcke versehen. Beim Zuschneiden von Stoffen mit Bordürendruck muss darauf geachtet werden, dass die Zuschnitte an den Bordürenrändern zusammenpassen, damit die Bordüre gleichmäßig, z. B. über dem Rocksaum, verläuft.

Bouclé
Bei Bouclé (frz. für "Schlinge") handelt es sich um ein Gewebe aus speziellem Garn mit Knötchen und Schlingen, welches ihm eine unregelmäßige und noppige Oberfläche verleiht. Verwendet wird Bouclé beispielsweise als Stoff für Mäntel und Blazer.Kleidung aus Bouclé ist elegant, edel und von hochwertiger Qualität. Sie steht für klassischen, zeitlosen Schick.

Boyfriend-Jeans
Die Boyfriend-Jeans ist eine Damenhose mit geradem Bein und lässiger, weiter Schnittführung. Ihren Namen verdankt die Boyfriend-Jeans der Tatsache, dass es so aussieht, als ob ihre Trägerin die Jeans ihres Freundes, also eine etwas zu groß geratene Männerjeans, tragen würde. Viele Modelle verfügen über aufgesetzte oder tiefer liegende Taschen oder sind mit Bundfalten ausgestattet. Um einen noch lässigeren Look zu erzeugen, werden die Beine oft umgekrempelt. Der charakteristische, lockere Schnitt sorgt für einen bequemen, tiefen Sitz in der Taille.

Buffies/Buffys
Buffies oder Buffys sind industriell eingearbeitete Falten in Hosen, insbesondere bei Jeans. Sie imitieren beim Tragen entstandene Sitzfalten und sind unterhalb des Schritts angebracht. Teilweise werden auch weitere Knitterfalten im Kniebereich oder sowohl oben wie unten am Saum verteilt. Der Effekt entsteht durch mechanische Einwirkungen wie Druck oder sehr heißes Bügeln. Häufig werden die entsprechenden Partien zusätzlich gebleicht und manchmal durch weitere Abnutzungen ergänzt. Buffies dienen dem Tragekomfort und sorgen für eine sofortige Anpassung der Hose beim Sitzen. Darüber hinaus lassen diese modischen Details Kleidungsstücke sportiv-lässig wirken.

Bundfalten
Bundfalten befinden sich charakteristischerweise im Vorderteil einer Hose. Zumeist weisen die Hosenbeine zwei oder vier Falten auf. Sie erzeugen eine komfortable Weite im Bereich der Hüfte und Oberschenkel. Sowohl Damen als auch Herren tragen Bundfaltenhosen. Zu den weiteren Details der Bundfaltenhosen zählen hohe Leibhöhen sowie Hosenbeine, die in Richtung Saum konisch verlaufen. Bundfalten beginnen an der Bundnaht. Sie entstehen, wenn die Vorderhose bereits vor dem Annähen eingeschlagen wird. Die Bundfaltenhose ist schon seit Ende der siebziger Jahre ein wichtiger Bestandteil von Herrenanzügen, da sie ihnen Eleganz und Komfort verleiht.

Burnout
Bei dieser Technik werden die Textilien einem chemischen Verfahren (meist durch Aufbringen von Natriumssulfaten) unterworfen (dem sog. Ausbrenner-Verfahren), um ihre Fasern an bestimmten Stellen aufzulösen bzw. auszudünnen. Das Gewebe wirkt dadurch absichtlich angegriffen oder gealtert, wodurch ein besonders sportiver, modischer Look der Ware ensteht. Möglich ist durch diese Technik aber auch das Herausstellen besonderer Muster auf der Kleidung, beispielsweise von Bildern, die man sich ansonsten typischerweise auf die Haut tätowieren lässt. Historisch wurde dieses Verfahren zunächst in den 1920er Jahren für Abendkleider und Tücher aus Samt verwendet. Ab ungefähr 1990 erfolgte die Wiederbelebung auch auf anderen Textilien wie T-Shirts.

Camouflage-Muster
Ein Textilmuster, das von der militärischen Flecktarnung auf Militärgerät und Uniformen inspiriert worden ist. Camouflage ist das im Englischen und Französischen gebräuchliche Wort für "Tarnung". In Anlehnung an die Tarnkleidung des Militärs entstand die modische Stilrichtung des Military-Looks, die das Camouflage-Muster populär machte. Neben den klassischen Tarnfarben, also Grün-, Braun- und Beigetönen, finden auch auffällige Farben wie Pink oder Violett Verwendung und zieren als Muster Kleidung, Tücher und Taschen.

Canvas
Canvas ist ein grobes, festes und strapazierfähiges Gewebe aus Baumwolle, das in einer Leinwand- oder Panamabindung gefertigt wird. Vorder- und Rückseite des Stoffes sehen gleich aus. Häufig wird Canvas für Freizeitbekleidung, Sportjacken, Hosen und Accessoires wie Taschen und Rucksäcke verwendet. Canvas kann in Steifheit und Gewicht variieren. Der größte Vorteil von Canvas ist seine Belastbarkeit, die er der speziellen Webtechnik verdankt. Zudem kann das Gewebe straffe Spannungen aushalten, ohne die Form zu verlieren. Auch hohes Gewicht hält der Stoff gut aus. Canvas ist darüber hinaus sehr wasserabweisend, da bei Wasseraufnahme die Fasern aufquellen und sich das Gewebe schließt.

Cape
Ein Cape ist ein Umhang, der keine Ärmel besitzt. Es kann in Länge und Weite variieren, mit oder ohne Kapuze gearbeitet sein. Die Gestaltung ist der eines Mantels ähnlich, doch das Cape ist statt Ärmeln mit Durchgriffsöffnungen versehen. Sowohl Männer als auch Frauen können Capes tragen. Aktuell werden Capes als Regenschutz verwendet oder in eleganter Variante beispielsweise zum Abendkleid oder Frack getragen. In den 1970er Jahren wurden Capes häufiger getragen, vor allem von Damen. Gerade in letzter Zeit erlebt das Cape ein Revival und wird wieder vermehrt getragen. Viele Modeschöpfer nahmen es in kurzer oder langer Form in ihre Kollektionen auf. Capes runden modische Outfits im Casual-Look hervorragend ab.

Caprihose
Von der deutschen Modeschöpferin Sonja de Lennart (geb. 1920) im Jahr 1948 vorgestellte halb- bis 7/8-lange Damen-Sommerhose. Die Beine der aus leichten Materialien gefertigten, eng anliegenden Caprihose weisen häufig Dreiviertellänge auf. Charakteristisch sind die kurzen, manchmal mit Knöpfen oder Reißverschlüssen versehenen Seitenschlitze an den Säumen. Sonja de Lennart hatte unmittelbar nach Kriegsende begonnen, mit einer Reihe von nach ihrer Lieblingsinsel Capri benannten Kleidungsstücken eine Sommer-Kollektion zu kreieren. Die rasch populär werdenden, zunächst nur von Mädchen und jungen Frauen getragenen Caprihosen galten in den 1950er und 1960er Jahren außerhalb des Freizeitbereichs als relativ gewagt und wurden zum Symbol für eine milde Form des Nonkonformismus.

Cardigan
Cardigan ist das englische Wort für Strickjacke. Die Bezeichnung geht auf einen britischen General namens James Thomas Brudenell, 7. Earl of Cardigan, zurück, der im Krimkrieg eine wesentliche Rolle spielte. Um seine Truppen bei den Feldzügen gegen die Kälte auszurüsten, stattete er sie mit wollenen Strickjacken aus. Heute wird die Bezeichnung Cardigan sowohl für grob- als auch feinmaschige Freizeit-Strickjacken für Frauen und Männer verwendet, die als legerer Überwurf in den Übergangsperioden Anwendung finden. Inzwischen hält der Cardigan zunehmend auch Eingang in die Haute Couture.

Cargohose
Der Begriff Cargohose bezeichnet eine bequem geschnittene Freizeithose für Damen oder Herren, die meist aus robustem Baumwoll- oder Leinenstoff besteht. Cargohosen zeichnen sich optisch vor allem durch aufgesetzte Taschen am Oberschenkel oder im Kniebereich aus. Das farbliche Design bewegt sich typischerweise in verschiedenen Sandtönen, Militärfarben oder Camouflage-Mustern. Ursprünglich war die Cargohose die Berufskleidung von Arbeitern und Soldaten. In den praktischen Taschen konnten sie ihr Werkzeug verstauen. Seit in den 1980er Jahren der Army-Look zum Kult wurde, ist die Cargohose in ihren verschiedenen Varianten in der Modewelt angekommen.

Carré-Ausschnitt
Carré kommt aus dem Französischen und bedeutet "Viereck, Quadrat". Dementsprechend ist auch ein Carré-Ausschnitt gestaltet. Der Bund über der Brust ist gerade geschnitten, die Träger des Oberteils oder des Kleides können streng gerade verlaufen oder in einem Fächer auseinandergehen. Carré-Ausschnitte wirken formal und werden häufig in der Business-Mode eingesetzt. Doch auch festliche Kleider in betont zurückhaltendem Design werden des Öfteren mit einem Ausschnitt dieser Art verziert.

Casual-Stil
Der Casual-Stil kann als zwangloser, lockerer Kleidungsstil, der dennoch die gesellschaftlichen Gepflogenheiten berücksichtigt, verstanden werden. Üblicherweise wird der Casual-Look in der Freizeit getragen und beinhaltet weit geschnittene, gemütliche und lässige Kleidungsstücke, wie Hoodys, Jeans und Sommerkleider. Weitere Formen sind Smart- oder Business-Casual. Diese beziehen sich auf die Arbeitswelt. Der Träger genießt zwar einen großen Spielraum in der Gestaltung seines Outfits, muss jedoch darauf achten, nicht unangemessen gekleidet oder bei Terminen underdressed zu erscheinen. Konkret bedeutet das, dass die Anzugpflicht weitestgehend durch gemütlichere, aber dennoch stilvolle Kleidung ersetzt wurde. Das beinhaltet zum Beispiel die Kombination aus Jeans und Hemd.

Cellulose
Cellulose ist der Hauptbestandteil vieler Pflanzenfasern und dient als Ausgangsrohstoff für die Produktion von Textilien aus Baumvolle, Viskose oder Leinen (aus Flachsfasern gewonnen). Garne, welche aus Cellulosefasern oder einem Fasergemisch mit Celluloseanteil gefertigt werden, sind weich und fein. Daher fühlen sich daraus gefertigte Stoffe angenehm an und bieten einen hohen Tragekomfort. Cellulose dient unter anderem zur Herstellung von Stoffen für Oberbekleidung, zum Beispiel für Blusen, Kleider, Hemden, Mäntel und Anzüge. Da sie sehr saugfähig sind, werden Cellulose-Fasern auch für Unterwäsche verwendet. Zur Fertigung von Futterstoffen für Röcke oder Kleider werden Garne aus Cellulosefasern ebenfalls eingesetzt.

Changeant
Changeant-Gewebe zeichnen sich durch einen dekorativen schillernden Effekt aus. Dieser entsteht durch ihre Oberfläche, die je nach Lichteinfall farblich wechselt. Synthetische Fasern und Seide eignen sich besonders gut zur Herstellung von Changeant-Gewebe. Der schillernde Effekt entsteht durch unterschiedlich gefärbte Fäden in Längs- und Querrichtung des Gewebes. Je nach Blickwinkel und Lichteinfall ändert sich so die Optik des Materials. Changeant-Gewebe wird daher gern zur Herstellung modisch extravaganter Kleidungsstücke verwendet.

Checks
Checks ist der englische Begriff für Karomuster. Der Ursprung des Wortes stammt aus dem alten Persien, wo es "shah" heißt und "König" bedeutet. Davon wiederum leitet sich der Name des ebenfalls aus dem Orientalischen kommenden Spiels Schach ab, dessen Spielfeld ein Karomuster aus weißen und aus schwarzen Feldern darstellt. Checks zeichnen sich durch sich vertikal und horizontal kreuzende Linien ab, die dadurch das typische Karomuster mit den vielen gleichgroßen Quadraten erzeugen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, zum Beispiel durch die Kombination unterschiedlicher Farben, verschiedene Karomuster entstehen zu lassen. Schottenröcke und Flanellhemden sind in der Modewelt beispielsweise für ihre traditionellen Karomuster bekannt.

Chemiefaser
Als Chemiefasern werden textile Materialien bezeichnet, die nicht direkt aus einem Naturprodukt tierischer oder pflanzlicher Herkunft weiterverarbeitet werden. Dazu können einerseits Fasern mit natürlichen Ausgangsstoffen wie Zellulose (aus verschiedenen Hölzern oder Bambus gewonnen), Gummi oder Eiweißen zählen. Ebenso bezeichnet der Begriff jedoch Stoffe aus künstlich erzeugten Fasern, beispielsweise Polyester oder Polyamid, die aus synthetischen Polymeren bestehen. Aufgrund der großen Auswahl an Chemiefasern sind auch ihre Einsatzmöglichkeiten nahezu unbegrenzt. Die Materialeigenschaften ergeben sich aus den genauen Bestandteilen und der Verarbeitung einer Chemiefaser. So wird Viskose gerne für anschmiegsame Oberteile oder Wäsche verwendet, während robuste Polymere häufig für die Herstellung von Funktionskleidung oder Haushaltstextilien genutzt werden.

Chenille
Chenille ist die Bezeichnung für einen Stoff, der auf eigens dafür konzipierten Maschinen hergestellt wird. Sie verweben zwei Fäden auf spezielle Weise miteinander. So entstehen die für diese Stoffart typischen Effekte: Das Textil ist weich und anschmiegsam, seine Oberfläche gefällt durch einen samtigen Glanz.. Ausgangsbasis für Chenille können Naturfasern wie Baumwolle sein, ebenso wie synthetische Polyacrylfasern. Lange wurde Chenille bevorzugt als Vorhangstoff oder als Bezugsstoff für Möbel verwendet. Doch auch die Bekleidungsindustrie hat seine optischen Vorzüge und guten Trageeigenschaften entdeckt. Schals und Pullover werden inzwischen verstärkt daraus gefertigt.

Chiffon
Bei Chiffon handelt es sich um ein leicht raues Textilgewebe sehr feiner Machart. Zur Herstellung werden Kreppgarne stark aufgedreht. Früher wurde natürliche Seide verwendet, heute benutzt man in erster Linie Kunstseide. Der Stoff zeichnet sich durch seine Leichtigkeit aus und schwingt daher besonders gut. Das Wort leitet sich aus dem Französischen, ursprünglich aus dem Arabischen, ab und bedeutet "durchsichtiger Stoff", was auf seine durchscheinende Textur hinweist. Die Nutzungsmöglichkeiten von Chiffon sind sehr vielfältig. Gerne wird es zu Tüchern und leichten Schals verarbeitet. Aufgrund seines geringen Gewichts ist jedoch auch eine Verwendung bei der Herstellung zarter Nachtwäsche üblich. Beliebt sind außerdem Chiffondetails oder -einsätze, beispielsweise am Saum oder den Ärmeln sommerlicher Blusen.

Chinos
Als Chino-Hosen bezeichnet man leichte Sommerhosen aus sogenanntem Chino-Twill, einem feinen Stoff aus Gewebe mit Köperbindung. Der Twillstoff wurde ursprünglich für die Uniformhosen britischer und französischer Soldaten im 19. Jahrhundert verwendet und fand nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg im Jahre 1898 auch Einzug in die Zivilbekleidung. Twill stammt aus der chinesischen Webtradition und bekam im Spanisch-Amerikanischen Krieg den spanischen Namen Chino verliehen. Um bei der Ausstaffierung der Armee Stoff zu sparen, hatten die Uniformhosen keine Umschläge. Typisch für die heutigen Chino-Hosen sind helle, pastellige Farben und Abnäher am Hosenbund, die den Hosen einen sommerlichen, luftigen Charakter verleihen.

Cloqué
Als Cloqué bezeichnet man modisches Effektgewebe, das eine leicht gekreppte Oberfläche besitzt. Die charakteristische Struktur entsteht dadurch, dass für das Obergewebe gekreppte Garne verarbeitet, im Untergewebe hingegen gedrehte Kreppgarne eingesetzt werden. Der Blasenkrepp, der auf diese Weise entsteht, wird wegen seiner raffinierten Struktur gerne für Blazer oder Abendkleider verwendet. Echtes Cloquégewebe verfügt über lockere Kettfäden an der Oberware, während die Fäden der Unterware straff gespannt sind. Das untere Gewebe verbindet sich teilweise mit dem oberen. Bei der Appretur ziehen sich die Garne des Untergewebes durch die Nassbehandlung zusammen. Sie werden kürzer, so dass sich das obere Gewebe blasenartig hochwölbt. Das so gekreppte Gewebe bleibt dauerhaft bestehen.

Clutchbag
Die Clutchbag (engl. clutch: umklammern) oder auch Clutch ist eine kleine Tasche ohne Henkel. Sie wird vorwiegend zu eleganten Kleidern bei gehobenen Anlässen oder Veranstaltungen sowie auf stilvollen Partys getragen. Das Fehlen von Henkeln erfordert das Halten in der Hand oder zwischen Arm und Oberkörper. Bisweilen erlaubt eine Schlaufe das Tragen am Handgelenk. Wie andere Handtaschen kann die Clutch dezent und einfarbig sein. Gerade ihre geringe Größe erlaubt jedoch auch kreative und auffällige Modelle mit aufwendigen Stickereien, Pailletten, Strass, geschliffenem Glas, Perlen oder Federn. Gleiches gilt für das Material, das von Stoffen über Leder bis zu Pelz reicht.

Coin Pocket
Als Coin Pocket bezeichnet man die kleine fünfte Tasche, die bei Five-Pocket-Jeans in die vordere rechte Hosentasche eingenietet ist. Ursprünglich wurde die Coin Pocket auch als Watch Pocket bezeichnet. Sie diente der sicheren Unterbringung einer Taschenuhr, da Armbanduhren für Cowboys und Goldsucher unpraktisch waren und zudem lange Zeit als Damenaccessoires galten.

Colour Blocking
Colour Blocking bezeichnet den Trend, zwei oder mehr kräftige, auffallende Farben in einem Outfit bzw. sogar in einem Kleidungstück zu kombinieren. Es werden markante Farbkontraste gesetzt, die sich vom Rest des Looks bzw. des Stoffs abgrenzen. In den vergangenen Jahren wurde Colour Blocking immer wieder von renommierten Designern aufgenommen und geprägt. Durch die Kombination einzelner Kleidungsstücke in unterschiedlichen Farben kann der Colour-Blocking-Look perfekt in Szene gesetzt werden. Auch in der eleganten Abendmode ist der Look sehr beliebt, wobei die Trendfarben von Saison zu Saison variieren.

Cool dyed
Cool dyed bedeutet "kalt gefärbt" und bezeichnet eine spezielle Färbetechnik für Textilien. Dabei wird die Kleidung zunächst genäht und erst dann eingefärbt. Ziel ist es, dadaurch besondere Effekte zu erzielen, die an Batik erinnern. Der typische Cool-dyed-Look wirkt leicht ausgewaschen mit unregelmäßigen Farbverläufen, Flecken und Marmorierungen. Oft treten die Nähte etwas heller hervor, was eine trendige Used-Optik erzeugt. Dunkle Kleidungsstücke im Cool-dyed-Look wirken meist sehr rockig. Oft geht das Design aber auch in die romantische Richtung, wenn ein pastellfarbiger Stoff mit Spitzendetails oder Pailletten kombiniert wird. Beim Tragen von Cool-dyed-Fashion sollte beachtet werden, dass sie leicht abfärben kann.

Cord
Cord ist ein grober Stoff, der samtartige Längsrippen aufweist. Nach dem Namen des Ortes, an dem die ersten Cordhosen produziert wurden, wird Cord auch als "Manchester" bezeichnet. Der Stoff besteht üblicherweise zu achtzig bis neunzig Prozent aus Baumwolle.Cordhosen werden vorwiegend im Herbst und Winter getragen, da sie gut wärmen. Neben Hosen werden aus Cord beispielsweise auch Damenröcke und Jacken hergestellt. Zu den Vorteilen der aus Cord hergestellten Kleidung gehören die Luftdurchlässigkeit und die Unempfindlichkeit gegen Verschmutzung. Je nach der Breite der Rippen wird von Babycord (ausgesprochen feine Rippen), Genuacord (mittelbreite Rippen), Breitcord (sehr breite Rippen) oder Fancy-Cord (unterschiedlich breite Rippen) gesprochen.

Cotton
Cotton ist der englische Begriff für Baumwolle. Bei dieser handelt es sich um eine Pflanzenfaser, die für unterschiedliche Kleidungsstücke wie Hosen, Hemden, Blusen und Röcke verwendet wird. Jeans bestehen hauptsächlich aus in besonderer Weise verarbeiteten Baumwollfasern. Auch die klassische Unterwäsche wird aus reiner Baumwolle hergestellt. Zu den Vorteilen von Kleidung aus Baumwollfasern gehört, dass diese nicht kratzt und sie kaum allergische Reaktionen hervorruft. Baumwolle kann grundsätzlich im Kochwaschgang gewaschen werden, die üblicherweise geringeren Temperaturangaben auf dem Etikett beruhen darauf, dass Nähte und Färbungen in der Regel weniger belastbar sind. Bei Bekleidung aus Bio-Baumwolle wurden die Fasern nach den Richtlinien eines Bio-Verbandes angebaut.

Crash
Die Bezeichnung "Crash" wurde aus dem Englischen adaptiert und bedeutet soviel wie "zusammendrücken". Die Crash-Optik bei Stoffen wird durch die sogenannte Thermofixierung erzielt, die eine künstliche Knitterung der Textilien bewirkt. Ein dreidimensionaler Knittereffekt wird grundsätzlich durch die Knautschausrüstung erzeugt. Unregelmäßig wird sowohl quer als auch längs im Stoff geknittert, um den optischen Effekt zu erweiteren. Zudem kann diese Optik auch durch Metallfäden generiert werden, die direkt in den Stoff eingewebt werden. In der Regel werden Stoffe mit Crash-Optik aus synthetischen Fasern hergestellt. Dadurch wird sichergestellt, dass der Effekt auch nach dem Waschen erhalten bleibt. Crash-Stoffe werden von der Casual-Mode bis hin zum eleganten Abendkleid vielfältig eingesetzt. Bei zarten, feinen Stoffen kommt die Knitterung besonders gut zur Geltung.

Culotte
Ihren Ursprung hat die Culotte im 17. und 18. Jahrhundert. Es handelte sich hierbei um eine von Männern getragene Kniebundhose, die vor allem nach 1700 eng anlag und darum als Unterhose (= culotte), bezeichnet wurde. Sie reichte von der Taille bis kurz unter die Knie und wurde dort mit Knöpfen und einer Knieschnalle zusammengehalten. In der heutigen Mode werden damit weite, beinumspielende Midihosen mit lockerem Sitz in der Taille bezeichnet, die durch einen fließenden Stoff einen flatternden Charakter erhalten. Mit der historischen, enganliegenden Culotte hat das aktuell wiederaufkommende lässig-elegante Modestück demnach nur noch die Midilänge gemein.

Cutsleeve
Der Begriff Cutsleeve, englisch für "abgeschnittener Ärmel", bezeichnet eine Ärmelform, die nicht mehr als die Schulterkugel bedeckt. Während die Ärmel des typischen Kurzarm-Shirts etwa im oberen Drittel des Oberarms enden, enden die Ärmelchen des Cutsleeves bereits am Oberarmansatz beziehungsweise am Schultergelenk. Dieses Design findet man vornehmlich in der Damenmode an verschiedenen Oberteilen wie T-Shirts, Blusen und Kleidern.

Dégradé
Das aus dem Französischen stammende Wort "dégradé" (= Abstufung, Schattierung) bezeichnet einen Modetrend. Der Farbverlauf eines Kleidungsstücks erfolgt gleichmäßig entweder von hell nach dunkel und umgekehrt oder es zerlaufen unterschiedliche Farben ineinander. Häufig endet der Farbverlauf in Schwarz. Verwendet werden für dieses Design gerne wertvolle Stoffe wie Wolle oder Kaschmir, aber auch auf exklusiven Schuhen ist es zu sehen. Dieser Effekt wird erreicht, indem verschiedene Garne miteinander verstrickt werden, oder durch gezielte Einfärbung des Materials.

Denim
Der Begriff Denim leitet sich vom französischem "Serge de Nîmes" ab (Gewebe aus Nîmes) und bezeichnet einen besonders haltbaren Stoff, der hauptsächlich zu Jeans verarbeitet wird. Bereits im 17. Jahrhundert war die kleine Textilfabrikstadt Nîmes, nach der der beliebte Baumwollstoff benannt wurde, für ihre hochwertigen Stoffe bekannt. Denim ist der Klassiker unter den Jeansstoffen und wird besonders dicht gewoben. Charakteristisch für Denim sind die mit Indigio gefärbten Kettfäden sowie die unbehandelten, weißen Schussfäden. Aus der Jeansmode ist der dichtgewebte Baumwollstoff nicht mehr wegzudenken. Besondere Auswaschverfahren erzielen eine völlig neue Farbgebung.

Destroyed
Destroyed (engl. für zerstört) ist ein bei der Herstellung herbeigeführter Look, der ein Kleidungsstück zerschlissen wirken lässt. Häufig geschieht dies bei Denim-Produkten wie Jeanshosen und -jacken, seltener auch bei Leder oder Kunstleder. Denim wird zumeist ganz oder teilweise gebleicht. Durch mechanische Verfahren wie Schleifen, Reißen oder Schneiden entstehen Risse, Löcher und flächige Abschürfungen. Diese werden zusätzlich ausgefranst oder auch unsauber vernäht, um den Anschein einer Reparatur entstehen zu lassen. Seit der Jahrtausendwende hat sich der Trend zum Destroyed-Look drastisch verstärkt. Zuweilen werden intakte Kleidungsstücke von den Trägerinnen selbst mit Bimsstein, Schere und Bleiche bearbeitet, um die trendige Optik herbeizuführen.

Dip-dyeing
Art des Färbens, bei der das zu färbende Textilmaterial nur teilweise in die Farbflüssigkeit getaucht wird. Der Rest des Stoffes behält die Ursprungskolorierung bei und ein Farbkontrast entsteht. Durch mehrfaches, abgestuftes Eintauchen ist das Ergebnis ein Farbverlauf. Dieser kann auch mit verschiedenen Farben oder Farbtönen erzeugt werden. Der Begriff leitet sich vom englischen "dip" (= eintauchen) ab. Die Methode der partiellen Färbung findet auch bei der Haarkoloration Anwendung.

Double Face
Double Face ist ein Gewebestoff mit "zwei Gesichtern", der beidseitig verarbeitet und getragen werden kann, d. h. er zeigt verschiedene Farben und Muster oder Stoffqualitäten auf beiden Seiten. Textilien aus Double-Face-Stoff können bei entsprechender Verarbeitung gewendet werden. Dadurch, dass zwei Lagen Gewebe miteinander verbunden sind, wird der Stoff oft etwas schwerer. Häufig werden Wollstoffe, aber auch Seide und Chemiefasern, für Double Face verwendet. Die Anwendungsbereiche sind vielseitig: Man findet das Double-Face-Design bei Jacken, Schals, Tüchern, Mänteln, Bettwäsche und Dekorationsstoffen.

Effektgarn
Effektgarn ist eine Sammelbezeichnung für Garne, die sich durch ihre besondere Form oder farbige Gestaltung auszeichnen. Aufgrund ihrer Mehrfarbigkeit bzw. ihrer Struktur (z. B. Noppen, Schlingen, Knoten) eignen sie sich, um bei Textilien modische Farb- oder Materialwirkungen zu erzielen. So kann bei der Herstellung beispielsweise ein Farbverlauf oder ein asymmetrisches Farbmuster erzeugt werden. Durch Verzwirnung mit Metall-Fäden entsteht ein effektvoller Metallic-Look.

Egg-Shape
Egg-Shape (engl. für Eiform) wird auch O-Linie genannt und bezeichnet eine runde Schnittform von Kleidungsstücken. In den 1960er Jahren durch den spanischen Designer Balenciaga geprägt, wird die Form für Mäntel, Kleider und Röcke verwendet. Die Silhouette schafft bei Mänteln und Kleidern in der Körpermitte und bei Röcken um die Oberschenkel Volumen. Deshalb sollten dazu getragene Kleidungsstücke schmal geschnitten oder eng anliegend sein, um dem Look eine Form zu geben. Prinzipiell ist die ausgefallene, aber modische Form für jeden Figurtyp geeignet, wobei eher schlanke Beine und eine nicht zu geringe Körpergröße ästhetisch vorteilhaft wirken.

Elasthan
Elasthan ist eine Kunstfaser, die vom Chemiekonzern DuPont entwickelt wurde, der auch die entsprechende Fertigungstechnologie erfand. Elasthan wird bereits seit 1959 verwendet, war früher allerdings unter dem Namen Fibre K bekannt. Gefertigt wird Elasthan aus Polyethylenglykol und Polyurethan. Dabei entsteht eine gummiartige Faser, die sehr dehnbar und höchst fest ist. Elasthan ist äußerst reißfest, dauerhaft formbeständig und leicht. Es wird zur Fertigung komfortabler, passgenauer Kleidung, wie beispielsweise Unterwäsche und Sportbekleidung, verwendet. Anteilig beigemischt, sorgt Elasthan zum Beispiel bei Hosen für einen Stretch-Effekt.

Enzymgewaschen
Bei der Bearbeitung von Textilien, zum Beispiel Jeans, werden vermehrt Enzyme eingesetzt, um einen modischen Used-Look zu erzielen. So werden beispielsweise Cellulasen dazu verwendet, gezielt kleine Risse in den Baumwollfasern hervorzurufen. Enzyme als Hilfsmittel haben gegenüber Wasserstoffperoxid den Vorteil, dass durch ihren Gebrauch deutlich an Wasser gespart werden kann. Im Vergleich zur Verwendung von Bimssteinen zum Erzeugen eines Used-Looks ist die Anwendung von Enzymen außerdem zeitsparender und weniger aufwendig.

Ethno Stil
Der Ethno-Stil ist ein Mode-Stil, der vom Wort "Ethnologie" abgeleitet wird. Er verkörpert Merkmale verschiedener Kulturen und deren spezieller Elemente. Beliebte Designs sind Blumen- und Tierfellmuster. Landestypische Tiere werden zudem gerne in Bildform auf Kleidungsstücke gedruckt oder gestickt. Häufig werden von Trägern Kleidungsstücke und Accessoires mit indianischen, arabischen oder asiatischen Einflüssen kombiniert. Als Grundlage für Muster im Ethno-Stil bieten sich Erdtöne an. Passende Accessoires bestehen üblicherweise aus Holz oder Leder.

Fade out
Als Fade-out bezeichnet man einen besonderen Effekt bei mit Pigmentfarben eingefärbten Jeansstoffen. Das Denim-Material wird vor der Verarbeitung ausgewaschen. Dadurch lässt sich der beliebte Used-Look erzielen. Durch das Auswaschen können mehrere Nuancen eines Farbtons oder auch originelle Farbverläufe - zum Beispiel von hell nach dunkel - erzeugt werden. Dieses Berarbeitungsverfahren wird vor allem bei Hosen angewandt. Bekleidung aus Fade-out-Stoffen sorgt für einen modernen und jugendlichen Look.

Fake fur
Fake fur (englisch) bedeutet übersetzt "falscher Pelz" und bezeichnet einen künstlich hergestellten Pelz, der dem Original in Form und Farbe nachempfunden ist. Dieses Pelzimitat wird vor allem für Winterbekleidung verwendet. Mit fake fur werden Jacken (insbesondere die Kapuzen) , Westen und Pullover kreativ gestaltet. Häufig dient der Imitationspelz als Bordüre oder zur Verzierung des Saumes. Außerdem werden Jacken und Westen komplett aus falschem Pelz angefertigt.

Fancygarne
Fancygarne sind Garne zum Stricken oder Häkeln, mit denen sich ganz besondere Effekte erzielen lassen. Der Begriff kommt aus dem Englischen und ist an das Wort "Fantasy" angelehnt. Es sind also Fantasiegarne, die mit Hilfe von eingearbeiteten Noppen, Schlingen, Fransen oder Metalliceffekten für interessante Strick- und Häkelstrukturen sorgen. Es werden auch Stoffe aus Fancygarnen angeboten, die Kleidungsstücken einen ganz besonderen Look verleihen. Fancygarne werden zu ganzen Kleidungsstücken oder Accessoires verarbeitet, so sind z. B. Schals aus Fransengarn, die einen kuscheligen Pelz-Look ergeben, sehr beliebt. Ot werden die Fancygarne aber auch punktuell eingesetzt, um eine bestimmte Partie des Pullovers, z. B. den Kragen, zu betonen.

Feincord
Feincord verfügt über sehr feine Rippen und ist weich, wärmend und strapazierfähig. Diese Eigenschaften werden durch die weichen Rippen erzeugt, die dem Stoff sein charakteristisches Aussehen verleihen. Die Breite der Rippen kann bei Feincord variieren. Sobald sich mehr als vierzig Rippen auf zehn Zentimetern Stoff befinden, handelt es sich um Feincord.

Filz
Filz ist ein Gewebe, das aus Fasern gefertigt wird, die sich nur schwer trennen lassen. Sie werden durch Vernadeln oder mittels Druck und feuchter Wärme verfestigt. Das Verfilzen bereits fertiger Gewebe wird als Walken bezeichnet. Diese Technik ist etwas jünger als die Technik des Webens. Zu den Vorteilen von Filz gehören seine Temperaturbeständigkeit und die schwere Entflammbarkeit. Zudem ist er wärmedämmend, feuchtigkeitsabweisend und schallhemmend. Filz wird gerne zur Fertigung von Hüten, Pantoffeln, Stiefeln und Jacken verwendet.

Fischgrat
Der Ausdruck Fischgrat (auch Fischgrät) bezeichnet ein Webmuster mit diagonaler Struktur, die der eines Fischskeletts ähnelt. Fischgrat-Gewebe eignet sich besonders gut für Oberbekleidung wie beispielsweise Mäntel, Jacken, Anzüge, Kostüme und Röcke. Bekleidung aus Tweed, die charakteristisch ist für den klassischen Landhausstil, wird häufig aus Fischgrat-Stoffen gefertigt. Fischgrat-Gewebe kann aus verschiedenen Materialien und Garnen hergestellt werden, nämlich aus Leinen, Polyester oder Wolle. Kombinationen dieser Materialien sind ebenfalls möglich. Die robusten und festen Stoffe tragen sich angenehm.

Five-Pocket
Der Begriff wird zumeist bei Jeans verwendet und bedeutet, dass die Hose fünf Taschen hat. Zwei Taschen befinden sich am Gesäß, zwei weitere Taschen vorne, eine kleine zusätzliche Tasche ist bei Hosen im Five-Pocket-Stil auf die rechte Fronttasche aufgenietet. Diese kleine Tasche wird auch als Coin Pocket oder Uhrentasche bezeichnet. Die Ur-Jeans wurde als Five-Pocket-Hose entworfen.

Flammé/Flammengarn
Flammé oder Flammengarn ist ein Effektgarn. Die charakteristische Querstruktur des Garns entsteht durch gewollte Verdickungen. An der Oberfläche befinden sich kurze und lange, verstärkte Fadenabschnitte, die der Form einer Flamme ähneln. Häufig können diese Abschnitte auch in unterschiedlichen Farben gehalten sein. Hergestellt wird das Flammengarn auf einer Effektzwirnmaschine oder auf einer Vorgarnkrempel, indem Vorgarnreste oder Vliesreste dem Basismaterial zugefügt werden. Der Flammeneffekt wird durch die unregelmäßigen und länglichen Verdickungen im Garn deutlich. Je nach dem gewünschten Effekt können Abstand, Stärke und Länge der Verdickungen mittels unterschiedlicher Techniken beeinflusst werden. Flammengarn wird für modische Bekleidung wie Jacken, Pullover, Westen oder Tops verwendet.

Flanell
Flanell ist ein Gewebe, das aus Wolle oder Baumwolle besteht. Der Stoff ist weich und wärmend. Diese Eigenschaften entstehen durch das Aufrauen (bei Baumwolle) oder Walken (bei Wolle) einer oder beider Seiten. Flanell wird nicht nur bei der Fertigung hochwertiger Anzüge, sondern auch für strapazierfähige Arbeitsbekleidung verwendet. Dafür werden zum Beispiel Flanelle aus Wolle oder Baumwolle, Mikrofaser und Viskose genutzt.

Flatlock-Naht
Das Vernähen des Stoffs mittels einer Flatlock-Naht (oder auch Flach-Naht) ist eine Technik, die sich besonders gut für elastische Stoffe wie beispielsweise Jersey eignet. Häufig findet man Flatlock-Nähte an T-Shirts. Die Unterseite ist dabei durch Fadenverkreuzungen (wie bei einer Overlocknaht) gekennzeichnet. Die Oberseite zeigt entweder zwei parallel zulaufende Steppnähte oder ebenfalls Fadenverkreuzungen. In der Regel werden Flatlock-Nähte mit einer Coverlock-Nähmaschine gearbeitet, sind jedoch auch mit jeder gängigen Overlockmaschine möglich. Bei letzterer sind die Schnittkanten durch eine spezielle Falttechnik nicht mehr zu sehen. Durch ein Auseinanderziehen der genähten Stoffteile entsteht die ckarakteristische flache Naht - unten ebenfalls mit Fadenverkreuzungen, oben mit einzelnen nebeneinanderliegenden Stichen.

Fledermaus-Ärmel
Fledermaus-Ärmel werden überwiegend bei Blusen und Tuniken eingesetzt, in der Mode für große Größen auch für bequeme, gut fallende Pullover. Je nach gewünschter Ärmellänge reichen die überschnittenen Ärmel vom Handgelenk bis zum unteren Saum des Kleidungsstückes. Es gibt sie aber auch in abgeschwächter Form für Blusen mit Dreiviertel- oder Halbarm, dann reicht der Fledermausärmel nicht ganz bis zum Saum.
Kleidungsstücke mit Fledermausärmel haben nur kurze oder gar keine Seitennähte. Die Stoffbahnen sind in halbrunder Form zugeschnitten. Fledermausärmel haben einen schönen, weichfallendenden Look und lassen Oberteile leicht und luftig erscheinen.

Fleece
Fleece ist ein aus Polyester gefertigter Stoff, der sich durch angenehmen Tragekomfort auszeichnet. Er ist eine gute Alternative zu schweren Wollstoffen, da er im Gegensatz zu ihnen leicht und wasserabweisend ist. Zudem wirkt er isolierend, was ihn zu einem guten Kälteschutz macht. Aufgrund dieser Eigenschaften ist Fleece ein bevorzugtes Material für Outdoor- und Sport-Kleidung. Weitere Vorzüge: Er ist knitterfrei, in der Maschine waschbar und ausgesprochen sanft und kuschelig auf der Haut. Es gibt ihn in verschiedenen Qualitätsstufen, die sich nach seiner Dichte bemessen.

Flockprint
Flockprint bezeichnet eine Aufdrucktechnik, die bei Textilien, z. B. Bekleidung, angewendet wird. Zunächst wird Klebstoff in einer bestimmten Form auf das Kleidungsstück aufgebracht. Anschließend wird dieser mit sehr kurzen Textilfasern (Faserstaub) überschüttet. Dadurch entsteht ein plastisches, samtartiges Muster bzw. Motiv. Der Flockprint ist eine besondere Form des Siebdrucks. Dabei wird unter dem zu bedruckenden, bereits mit Kleber versehenen Stoff eine Metallpalette angebracht, die mit einem Hochspannungsgenerator kombiniert wird. Die kurzen Flockfasern befinden sich in einem Behältnis. Dieses wird auf dem Bekleidungsstück positioniert und ebenfalls mit dem Generator verbunden, sodass zwei elektrische Pole entstehen. Im Boden des Behälters ist ein Metallsieb angebracht, durch das die elektrisch aufgeladenen Partikel auf das Bekleidungsstück gezogen werden und senkrecht ausgerichtet kleben bleiben.

Flor
Als Flor wurde früher ein dünnes, netzartiges Gewebe bezeichnet, die Gaze. Heutzutage versteht man jedoch meistens eine Lage loser Fasern darunter, die dann zu Fäden weiterversponnen wird. Der Begriff Flor steht des Weiteren für ein bereits fertiges Fasergewebe, das aus einzelnen Fäden oder Schlingen besteht. Bei Florgeweben oder Maschenwaren wie Samt oder Teppichen nennt man außerdem das senkrecht zur Oberfläche verlaufende Fadensystem Flor. Eine Besonderheit ist der sichtbare Strich der Florgewebe. Dieser muss beim Zuschnitt und der Weiterverarbeitung beachtet werden. Die Stoffe werden gern zu Kleidung, Vorhängen oder Bezügen weiterverarbeitet.

Fully-Fashion-Verarbeitung
Der Begriff Fully-Fashion-Verarbeitung existiert seit den 1960er Jahren und ist Strickwaren vorbehalten. Er ist Garant für eine besonders hochwertige und langlebige Strickware. Bei Kleidungsstücken, die dieses Qualitäts-Prädikat tragen, werden die unterschiedlichen Strick-Einzelteile schnittgerecht gestrickt und anschließend aneinandergefügt (gekettelt). Kleidung, die mittels dieses Verfahrens produziert wird, sieht nicht nur elegant aus, sondern zeichnet sich überdies durch eine besondere Laufmaschensicherheit aus. Eine Fully-Fashion-Verarbeitung ist neben Pullovern auch für Strickwesten, Pullunder, Gilets, Strümpfe und Socken geeignet.

Galon
Als Galon (Borte, Litze) bezeichnet man einen Zierstreifen, der auf einer Hosennaht, üblicherweise der äußeren Längsnaht, angebracht ist. Traditionell bestehen Galons meistens aus Seide und sind auf den beiden Außennähten einer Frack- oder Smokinghose befestigt. An der Smokinghose befindet sich ein einfacher Seitenstreifen, während an der Frackhose doppelte, parallel verlaufende Galons an der Seite angebracht sind. Der Galon dient dazu, ein Kleidungsstück aufzuwerten. In der aktuellen Mode werden auch Galons aus Lederimitat oder anderen modernen Materialien eingesetzt. In der Kürschnerei ist der Galon ebenfalls bekannt. Das Galonieren bedeutet hier, dass Lederstreifen oder Streifen aus Stoff in Pelzfelle eingesetzt werden, um die Fläche zu vergrößern.

Garment dye
Garment dyeing steht für "Stückfärbung" und bezeichnet den Färbeprozess nach abgeschlossener Fertigung eines Textils. Dabei wird das Material häufig mehrfach in Bäder mit der gewünschten Farbvariante getaucht. Falls mehrere Farben vorgesehen sind, handelt es sich zunächst um die Grundfarbe oder verschiedene Töne bei Techniken wie Batik. Danach wird die Farbe herausgewaschen, wodurch sich das Material bereits vorteilhaft an den Waschprozess anpasst und nach dem Kauf nicht mehr stark einläuft.

Garment-washed
Garment-washed (engl. gewaschenes Kleidungsstück) steht für das Waschen von fertig genähter Bekleidung. Zunächst einmal werden dadurch während des Fertigungsprozesses entstandener Schmutz und Farbreste ausgewaschen. In der Regel werden außerdem für das individuelle Kleidungsstück erwünschte Effekte erzielt. Diese können lediglich im Weichspülen bestehen, aber auch das Design abrunden. Um einen abgetragenen Eindruck zu erreichen, werden insbesondere Jeans behandelt. Durch Hinzufügen von Steinen entsteht der typische Stone-washed-Look. Mehrmaliges Waschen bleicht das Textil unter Zusatz chemischer Bleichmittel aus.

Gekochte Wolle
Besonders für Outdoor-Kleidung sind Stoffe aus gekochter Wolle geeignet. Durch ein ganz natürliches Verfahren werden diese Stoffe wasserabweisend und halten auch Nieselregen aus, ohne durchzuweichen. Stoffe aus gekochter Wolle haben eine feste Struktur, die sie auch windabweisend macht. Gleichzeitig haben sie einen angenehmen, weichen Griff. Das Geheimnis der gekochten Wollstoffe ist ganz einfach: Was der Tod jedes Wollpullis ist, führt hier zu einer gewünschten Verdichtung der Wollfasern. Durch das Kochen verhaken sich die Wollfasern miteinander. Dadurch läuft der Stoff zwar ein, ist anschließend aber besonders widerstandsfähig. So entstehen witterungsresistente Kleidungsstücke, die keinerlei chemischer Stoffe bedürfen, um sie wasserabweisend zu machen.

Georgette
Georgette oder Crêpe Georgette ist ein zartes Kreppgewebe, das an Schleier erinnert. Im Vergleich zu dem ähnlichen Chiffon ist Crêpe Georgette schwerer und weniger durchsichtig, aber auch haltbarer. Die typische Oberflächenstruktur mit dem leicht unebenen, fast knotigen Effekt wird erreicht, indem fest verdrillte Fäden bei der Herstellung verwendet werden. Abhängig von Struktur und Muster wird dem Stoff eine genauere Bezeichnung beigefügt, z. B. quadrillé, faconné oder reversible. Das leicht transparente Kreppgewebe mit trockenem, sandigem Griff kommt vor allem bei der Fertigung von luftigen Blusen zum Einsatz.

Gepatcht
Als gepatcht (von engl. patch: Flicken) werden Kleidungsstücke bezeichnet, die Patchwork-Elemente aufweisen. Traditionell werden bei der Patchwork-Technik Reste von Textilien, Leder oder Pelz quadratisch zugeschnitten und aneinandergenäht. Bekannt sind durch dieses Verfahren entstehende Arbeiten insbesondere im englischsprachigen Raum, wo sie die Oberflächen von Quilts zieren. Im Kunsthandwerk werden Wandteppiche mit komplexen Mustern aus qualitativ hochwertigen Materialien gepatcht. Typische Kleidungsstücke, die durch diese Herstellungsform entstehen, sind Schals, Röcke, Shirts und Kleider. Kreationen mit unregelmäßig zugeschnittenen Patches im ausgefallenem Material-Mix sind modisch up to date.

Gesmoked
Textilien, die gesmoked sind, wurden an bestimmten Stellen mit Gummibändern durchzogen oder beim Nähen abgesteppt, um sie in Smok-Optik zu formen. Besonders beliebt wurde die Technik in den späten 1980er Jahren, als Rüschen und ähnliche opulente Verzierungen modisch up to date waren. Heute wird sie fast ausschließlich für Damenkleidung verwendet, besonders beliebte Einsatzbereiche sind Hosenbünde, Ärmel und der Brustbereich von Shirts.

Gunmetal
Bezeichnet im Englischen das Metall, aus dem früher die Geschützrohre hergestellt wurden, eine Art Bronze. Als Farbe wird es auch gunmetal-grey genannt. In der Mode steht es für einen dunkelgrauen Farbton, der matt metallisch anmutet. Um diesen Metalleffekt zu erzeugen, kann das Grau einen leichten Blau-, Lila-, oder auch Bronzestich haben.

Hahnentritt
Hierbei handelt es sich um ein zweifarbiges Muster, bestehend aus kleinen Karos. Durch die krallenähnlichen Verlängerungen an den Ecken der Karos entsteht der Eindruck eines Fußabdrucks vom Hahn. Textilien mit Hahnentritt-Muster werden in Leinwandbindung gewebt. Häufig ist das Muster schwarz-weiß gehalten, seltener sind Ausführungen in anderen Farbkombinationen. Das klassische Muster ist auf Jacken, Mänteln, Hosen, Schuhen und manchmal sogar auf Wohnaccessoires zu finden.

Haremshose
Die Haremshose ist eine weite Hose orientalischen Ursprungs mit sehr tief angesetztem Schritt, die unterhalb der Knie enger wird. Sie wird alternativ auch als Sarouelhose oder allgemeiner als Pluderhose bezeichnet und ist der Pumphose ähnlich. Bund und Knie können mit Stickereien verziert sein, der Stoff ist dünn und luftdurchlässig (Leinen oder Seide). Traditionell wird das Kleidungsstück von Frauen und Männern getragen. Heute wird die Haremshose in westlichen Ländern hauptsächlich von Frauen getragen. Der extreme Schnitt ist häufig ein wenig angepasst und auch das Material variiert. Typisch bleiben der tiefe Schritt und das luftige Design.

Hematite
Hematite wird auch Hämatit oder Blutstein genannt. Er besteht aus Eisenoxyd und ist ein häufig vorkommendes Mineral mit einem starken, charakteristisch dunkelgrauen Glanz. Der Stein wird gerne als Schmuckstein genutzt und ist sowohl bei Damen als auch bei Herren beliebt. Aufgrund seiner magnetischen Wirkung werden ihm Heilkräfte zugesprochen. Insbesondere soll er positive Wirkungen auf das Blut und die Blutbildung haben. Schon im alten Ägypten wurde Hematite zu kleinen Skulpturen und Amuletten verarbeitet. In der Mode steht die Bezeichnung für eine schwarz-graue Metallfarbe.

Hoody
Besonders bei jungen Menschen beliebt ist das Hoody, ein Shirt oder Sweatshirt mit angearbeiteter Kapuze. Der Begriff kommt aus dem Englischen und leitet sich von "hood" (Kapuze) ab. Ursprünglich wurden die Kapuzenpullover ür Sportler, die beim Joggen oder anderen Sportarten den Kopf vor Nässe und Kälte schützen müssen, konzipiert. Populär wurde das Hoody als bevorzugtes Kleidungsstück von Jugendlichen der Hip-Hop- und Rap-Szene. Die praktischen Kleidungsstücke fanden schnell Eingang in die Mainstream-Mode. Inzwischen gibt es Hoodys auch in eleganten Versionen mit raffinierter Ausschnittlösung für Damen. Vom Sweat-Modell für das Fitness-Studio bis zur stylishen Club-Fashion: Hoodys sind überall angesagt.

Hotfix
Mit Hotfix-Elementen lassen sich Kleidungsstücke wirkungsvoll verzieren. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet in etwa "heiß und schnell". Beim Hotfix-Verfahren werden kleine Metallplättchen, manchmal aber auch Glitzersteine, mit einem hitzelöslichen Klebstoff versehen. Diese Elemente werden auf einer haftenden Trägerfolie mit der Klebeseite nach oben zu Mustern und Motiven gelegt. Die Folie wird dann auf dem Kleidungsstück an der gewünschten Stelle platziert. Mit dem Bügeleisen werden die Elemente erhitzt, der Klebstoff wird flüssig und verbindet sich mit dem Stoff. Hotfix-Metallplättchen und -Kristalle sowie fertige Motive, mit denen Blusen, Shirts und Hosen dekoriert werden können, gibt es einzeln in vielen Farben und Größen. Bei der industriellen Fertigung von Kleidung mit Hotfix-Details werden diese maschinell aufgebracht.

Ikat-Muster
Ikat (malaiisch für "abbinden", "umwickeln") bezeichnet eine Web-Technik, bei der das Garn auf der Spule in einzelnen Abschnitten gefärbt wird, bevor man es verarbeitet. Dabei können mehreren Farben Verwendung finden oder einzelne Abschnitte ungefärbt bleiben. Die daraus entstehenden Muster können Streifen auf dem Gewebe sein, durch unterschiedlich gefärbte Abschnitte aber auch geometrische Muster und komplexere Strukturen ergeben. Typisch für Ikat-Muster ist der Effekt, dass im fertigen Gewebe keine klare Abgrenzung zwischen den Farblinien vorliegt, sondern die Grenze immer etwas vor- und zurückspringt, was an der Einfärbung der Fäden auf einer Spule liegt. Heute werden diese Muster sehr gerne durch Textildruck dargestellt.

Inch
Inch (dt. Zoll) ist ein amerikanischen Längenmaß und wird häufig in der Modewelt genutzt. 1 Inch entspricht 2,54 Zentimetern. Vor allem bei der Festlegung von Jeansgrößen findet die Einheit Anwendung. Im Hosenbund befinden sich meist die Buchstaben "W" und "L", gefolgt von den jeweiligen Größenangaben in Inch. "W" steht für die Bundweite (waist),"L" für die Beinlänge (length).

Indigo
Indigo wird bereits seit vorchristlicher Zeit als Farbstoff für ein tiefes, fast ins Violette übergehende Blau verwendet. Auf natürliche Weise lässt sich Indigo aus der indischen Indigo-pflanze oder dem europäischen Färberwaid gewinnen. Synthetischer Indigo wird seit 1870 hergestellt und verleiht Denim-Stoffen ihre charakteristische Farbe. Die von Levi Strauss erfundenen "Blue Jeans" verdanken dem Blau des Indigos ihren Namen. Der Indigo-Farbstoff ist licht- und reibungsempfindlich. Diese Eigenschaften nutzt die Textilindustrie, um Jeans-Kleidungsstücken einen "Used-Look" zu verleihen.

Intarsien
Eine Intarsie ist in ihrer ursprünglichen Bedeutung eine besondere Einlegetechnik bei der Holzverarbeitung. Dabei werden unterschiedliche Holzarten zu dekorativen Ornamenten zusammengelegt. In Anlehnung daran wird Im Fashion-Bereich eine spezielle Strickart so bezeichnet, bei der kostrastfarbene Motive und Muster in die Strickware eingearbeitet werden. Bei einer Intarsie handelt es sich um ein Einbett-Gestrick, bei dem die farbigen Materialfäden nicht durch die gesamte Strickware führen. Intarsien werden gern als modisch-dekorative Ornamente in Pullovern, Mützen und Schals, aber auch Kleidern und anderen Strickwaren eingesetzt.

Jabot
Jabot ist die Bezeichnung für unterschiedliche Kleidungsteile aus Spitze. Schon im 17. und 18. Jahrhundert waren Jabots bekannt. Damals waren Volants aus Spitze oder Batist in Mode, die an den Seiten des Brustschlitzes von Männerhemden angebracht wurden. Das Jabot lugte aus der Weste hervor. Im 19. Jahrhundert stellte es ein Lätzchen dar, das zur Dekoration an Damenkleidern befestigt war, zum Beispiel mit einer Brosche. Heute werden verspielte Verzierungen an Kleidern oder Blusen so genannt. Dabei ist der Stoff - immer noch meist Spitze - fächerförmig zusammengelegt.

Jacquard
Jacquard bezeichnet eine Webtechnik, die maschinell gedruckte, endlose Muster ermöglicht. Namensgebend ist der Erfinder, ein französischer Weber. Die Muster können eingestrickt, eingestickt oder eingehäkelt werden und bedürfen einer Zählvorlage, mit deren Hilfe sie auf den Grundstoff auf- oder in ihn eingebracht werden. Dies erfolgt über einen speziellen Jacquard-Webstuhl oder entsprechende Strickmaschinen. Gerne werden auch silberne oder goldene Glanzfäden genutzt, dann spricht man von Brokat. Die Verwendung ist aufgrund der unterschiedlichen Möglichkeiten sehr vielfältig. Sie reicht von gestrickten Pullovern bis hin zu aufwendig und kunstvoll gemusterten Wohntextilien. Dabei wird normalerweise das gesamte Gewebe in dieser Art hergestellt und nicht, wie bei einer Stickerei, nur ein kleiner Teil verziert.

Jeggings
Das Wort Jeggings verbindet die englischen Hosenbezeichnungen Jeans und Leggings. Entsprechend sind Jeggings Damenhosen, welche den Tragekomfort, den Leggings bieten, mit dem optischen Erscheinungsbild einer Jeans verbinden. Der obere Teil der Jeggings kann wie bei einer klassischen Jeans mit Knöpfen und Gürtelschlaufen versehen sein oder analog zu Leggings lediglich einen dehnbaren Bund aufweisen. Jeggings werden mit echten, aufgesetzten ebenso wie mit lediglich angedeuteten Hosentaschen angeboten.

Jersey
Jersey ist ein weicher, dehnbarer, auch unter der Bezeichnung Tricot bekannter Stoff. Er kann sowohl aus Viskosegarnen sowie Viskosemischungen als auch aus Wolle, Wollmischungen, Baumwolle oder Seide gestrickt oder gewirkt werden. Optisch präsentiert er sich wie ein Webstoff mit leichtem Rippenmuster. Die Bezeichnung Jersey leitet sich von der gleichnamigen Insel ab, auf der das Material zuerst produziert wurde. Nach der jeweiligen Herstellungstechnik werden verschiedene Jersey-Arten, wie zum Beispiel der lockere, elastische Single-Jersey und der robustere Double Jersey, unterschieden.

Jumpsuit
Als Jumpsuit wird ein einteiliger Ganzkörperanzug mit langen oder kurzen Hosenbeinen bezeichnet. Synonyme sind Einteiler oder Overall. Jumpsuits bestehen meist aus fließenden Stoffen wie Jersey oder Viskose. Auch die Jeansvariante ist verbreitet. Der Schnitt des Jumpsuits ist sehr variabel. Es gibt ihn sowohl mit kurzen Beinen und Spaghettiträgern oder Bandeau-Top als auch mit langen Beinen und Blusenoberteil. Die eng anliegende Variante des Jumpsuits wird Catsuit genannt. Ursprünglich war der Jumpsuit die Bekleidung der Fallschirmspringer und Rennfahrer. Nachdem er in den 1960er-Jahren von Popstars wie Mick Jagger getragen wurde, wurde er laufstegtauglich und ist heute in der Mode fest etabliert.

Kellerfalte
Auch als Quetschfalte bezeichnet. Relativ tiefe Falte, bei der zwei gebügelte Bruchkanten so weit aneinandergelegt werden, dass sie aufeinandertreffen. Der Stoff zwischen den beiden Brüchen bildet die Falte. Diese kann ein Stück entlang ihrer Kanten festgenäht werden, wodurch sich am Ende ihrer Nähte eine Springfalte bildet. Die Kellerfalte wird häufig bei der Herstellung von Röcken und Hemden aus unelastischem oder festem Material eingearbeitet. Sie ermöglicht es, auf elegante Art ein leichtes Volumen zu bilden und modische Effekte zu erzeugen.

Kimonoärmel
Kimonoärmel zeichnen sich durch ihren weiten und lässigen Schnitt aus. Vorder- und Rückenteil der Ärmel sind nicht mit einer Naht verbunden, sondern werden aus einem Stück gefertigt. Häufig werden Kimonoärmel, deren Form sich die Designer beim traditionellen japanischen Kimono abgeschaut haben, an Kleidungsstücken wie Mänteln oder Blusen angebracht. Beim Halbkimonoärmel ist das Vorderteil wie bei einem Kimono geschnitten, während der zweite Teil als Kugelarm gearbeitet ist oder umgekehrt.

Köper
Köper bezeichnet eine Grundbindungsart für Gewebe. Köperstoffe sind strapazierfähige Baumwoll-, Atlas- oder Leinenstoffe. Die Fadendichte definiert die Dicke der Stoffe, die Oberfläche und die Festigkeit. Eine bekanntere Bezeichnung für Köper ist Twill, der für Hosen, feste Blusen und Arbeitsbekleidung verwendet wird. Aus Leinen-Köper entstehen feminine, kühlende Sommerkleider, Röcke und Blazer. Köperstoffe sind in vielen Web- und Drucktechniken verfügbar. Sie können fest und rau, aber auch sehr weich und locker sein. Ein Alleinstellungsmerkmal ist der schräg verlaufende Grat. Der bekannteste Vertreter für Köper ist der blau-weiße Jeansstoff Denim. Verläuft der Grat von lins unten nach rechts oben, sprechen Fachleute von einem Z-Grat-Köper. Ist der Verlauf entgegengesetzt, dann besitzt der Stoff einen S-Grat-Köper.

Krawattendessin
Als Krawattendessins werden gedruckte oder jacquardgewebte Muster bezeichnet, die sich auf den verschiedensten Kleidungsstücken befinden können. Ihren Namen haben sie erhalten, weil sie den klassischen Krawattenmusterungen ähneln. Das meist minimalistische Krawattendesign findet sich auf Blusen und Shirts ebenso wie auf Hosen, Westen, Kleidern oder Röcken.

Krempelärmel
Als Krempelärmel werden variable Ärmel bezeichnet, die sowohl lang als auch kurz getragen werden können. Um das Hochkrempeln für die kurze Tragevariante zu ermöglichen, sind die Krempelärmel normalerweise etwas weiter geschnitten. Die meisten Kleidungsstücke mit Krempelärmeln verfügen über einen innen liegenden Riegel und einen außen liegenden Knopf, mit deren Hilfe der Ärmel fixiert werden kann. Krempelärmel waren ursprünglich Bestandteil klassischer Uniformen und von Funktionskleidung für Safaris. Mit diesen Looks wurde auch der leger gekrempelte Ärmel modisch salonfähig. Krempelärmel sind heute sowohl in der Damen- als auch in der Herrenmode zu finden und geben Blusen und Hemden einen sportlichen Touch.

Lagenlook, Layering
Der Lagenlook (engl. Layering) hat sich in den 1990er Jahren zu einem modischen Trend entwickelt, der in jeder Saison bei dem einen oder anderen Designer auf dem Laufsteg zu sehen ist. Er zeichnet sich dadurch aus, dass mehrere Schichten unterschiedlich langer Kleidung aus unterschiedlichen Materialien übereinander getragen werden. Daher wird er auch als "Etagenlook" bezeichnet. Kurze Blusen über langen Tops oder kurzärmelige Shirts über langärmeligen, enganliegenden Blusen erzeugen bei diesem Kleidungsstil eine spannende Optik. Kurze Röcke und Shorts, die über bunten, dicken Strumpfhosen getragen werden, komplettieren das Layering. Besonders beliebt sind Looks, die sich aus drei Lagen zusammensetzen. Unterschiedliche Muster und Farben prägen den modernen Lagenlook.

Lasercut
Mit Lasercut werden verschiedene Textilien zugeschnitten oder dekorativ veredelt. Dabei schneiden nicht Maschinen den Stoff, sondern ein Hochleistungslaser. Muster oder Schnitte werden zuvor via Computer programmiert. Durch die Präzision des Lasers sind viele Designs möglich. Da die Methode kontaktlos ist, verziehen sich die Stoffe während der Bearbeitung nicht. Beim Zuschneiden werden die Kanten direkt versiegelt, ein Ausfransen wird so vermieden. Geeignete Textilien sind unter anderem Seide, Spitze, Polyester und Fleece. Der Laserschnitt wird beispielsweise bei der Produktion von Tops, Shirts, Kleidern und Unterwäsche angewendet.

Lederimitat/PU
Lederimitat (Polyurethan) ist aufgrund seiner Narbenprägung und des weichen Stoffes kaum von echtem Leder zu unterscheiden. Es ist genauso modisch wie Leder, aber viel pflegeleichter, und bietet eine gleichbleibende Materialqualität. So bleiben Taschen, Schuhe, Jacken und Hosen aus Kunstleder neben solchen aus echtem Leder in Mode. Durch das Entfallen der aufwendigen Herstellungsprozesse von Echtleder ist Lederimitat kostengünstiger.

Leggings
Leggings haben sich aus der klassischen Strumpfhose entwickelt und werden wie diese unter Röcken getragen. Zudem lassen sie sich ohne einen zusätzlichen Rock anstelle einer Damenhose tragen. In ihrer Grundform besitzen Leggings keine Taschen. Sonderformen wie Jeggings, welche die klassischen Leggings mit einer Jeans kombinieren, können jedoch mit einer Hosentasche versehen sein. Speziell für den Sport angefertigte Leggings werden auch als Gymnastikhosen bezeichnet. Leggings schmiegen sich eng an die Haut an und sind dehnbar, sodass sie sich jeder Bewegung anpassen und angenehm tragen lassen.

Leibhöhe
Die Leibhöhe wird auch als Bundhöhe bezeichnet und gibt die Höhe des Hosenbundes an. Für eine optimale Passform sollte sie passend zum Figurtyp gewählt werden. Es gibt drei Varianten:
- hoch (high rise - Bund sitzt etwa auf Höhe des Bauchnabels - geeignet bei vollerer Figur)
- normal (medium rise - Bund sitzt etwas unterhalb des Bauchnabels - bei normal breiter bis schmaler Hüfte)
- niedrig (low rise - auch als Hüfthose bezeichnet - bei schmaler Hüfte)
Gemessen wird die Leibhöhe als vordere Leibhöhe (Messung vom Nahtkreuz im Schritt bis zum Bundabschluss oben) und als hintere Leibhöhe (Messung vom Nahtkreuz im Schritt entlang der Gesäßnaht bis zum Bundabschluss oben).

Leinen
Als Leinen bezeichnet man die Faser des Gemeinen Leins (Flachs) und auch das daraus gefertigte Gewebe. Letzteres ist ebenso unter der Bezeichnung Leintuch, Leinwand oder Linnen bekannt. Leinen zeichnet sich durch seine gute Feuchtigkeitsaufnahme und seine Reißfestigkeit aus. Vor allem für Sommerkleidung ist der kühlende Stoff sehr beliebt. Der Stoff wird zur Anfertigung von verschiedenen Kleidungsstücken wie Hosen, Jacken, Hemden , Blusen und Kleidern verwendet. Da Kleidung aus Leinen leicht knittert, wird die Faser oft mit anderen Materialien gemischt. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde Leinen im Zuge der Industrialisierung der Textilverarbeitung weitestgehend durch Baumwolle verdrängt. Mit dem zunehmenden Interesse an ökologischen Naturfasern seit dem Ende des 20. Jahrhunderts gewinnt Leinen wieder an Bedeutung.

Leistentasche
Die Leistentasche ist eine Tasche, deren Oberkante mit einem zusätzlichen Stoffstreifen (Leiste) verstärkt wird. Der Stoffstreifen, dessen Breite variieren kann, wird um die Oberkante gelegt und beidseitig vernäht. So wird der Eingriff der Tasche elegant verdeckt. Leistentaschen finden sich insbesondere an Sakkos, Westen, Mänteln oder auch auf der Hinterseite einer Hose. Leistentaschen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen: Bei Sakkos werden sie eher gerade, bei Sweatshirts oder Blazern oft schräg angesetzt. Als Verschluss kann ein Knopf mit Schlaufe dienen, aber auch eine sogenannte Patte, eine über dem Eingriff angenähte Stoffklappe, die ohne weiteren Verschluss auf der Taschenöffnung aufliegt.

Liberty-Musterung
Die Liberty-Musterung ist bekannt für ihre hübschen Blumendrucke. Diese Vielfalt an Mustern wird durch zahlreiche Farben zusätzlich aufgewertet. Das Muster wird auf den edlen und feinen Liberty-Stoff aufgebracht, der von hoher Qualität ist, die sich anhand des durchschimmernden Liberty-Musters auf der Rückseite des Stoffes auf einfache Weise feststellen lässt. Zudem ist das Stoffmaß des Liberty-Stoffs in der Breite geringer als bei anderen Stoffen. Der englische Händler Liberty, der Anfang des 20. Jahrhunderts in London das bekannte gleichnamige Kaufhaus gründete, verhalf dem Liberty-Muster auf Tana-Lawn-Stoffen zu seiner Popularität.

Loop-Schal
Ein Loop-Schal ist ein Schal, dessen Enden miteinander vernäht sind, oder der ringförmig gestrickt ist. Oft werden Loop-Schals auch als Schlauchschals oder Rundschals bezeichnet. Dieses beliebte Accessoire ist modisch gesehen nicht nur praktischer Kälteschutz, sondern vor allem ein trendiger und bequemer Schmuck für den Hals. Es gibt ihn in den unterschiedlichsten Materialien und Ausführungen. Die sommerliche Variante besteht meist aus weichen, transparenten Stoffen und ist schmal geschnitten. Im Winter dominieren warme Strickwaren. Je nach Länge kann der Loop-Schal ein- bis dreimal um den Hals gewickelt werden. Durch ihre runde Form sind Loop-Schals besonders angenehm zu tragen und verrutschen nicht.

Lurex
Lurex ist der eingetragene Markenname für ein in England entwickeltes Polyester-Garn, das durch ein spezielles Herstellungsverfahren metallisch wirkt. Verwoben mit anderen Garnen aus Synthetik, Wolle oder Baumwolle verleiht es Kleidungstücken einen glamourösen Flair, der sie auffällig und extravagant wirken lässt. Das dekorative Lurex wird bei der Produktion von Accessoires wie Strümpfen, Schals und Mützen ebenso eingesetzt wie bei der von Abendkleidern und Dessous. Je dichter es verwebt wird, desto stärker ist sein silber- oder goldfarbener Metall-Effekt. Deshalb ist Lurex auch ein viel genutztes Stilelement bei Dekostoffen und Karnevalskostümen.

Lüster
Der Begriff "Lüster" leitet sich vom Französischen lustre (= der Glanz) ab und bezieht sich auf den Oberflächenglanz des schimmernden Stoffes. Das Gewebe ist leinwandbindig und besteht aus gekettelter Baumwolle. Der Schuss wird aus Kammgarn, Mohair oder Alpaka gebildet (fil lustré" = Glanzgarn). Früher wurde der Stoff häufiger verwendet als heute, vor allem für Oberbekleidung wie Jacken, Schürzen und Schuluniformen.

Lycra
Lycra ist eine sehr hochwertige Kunstfaser, die sich durch Elastizität, Haltbarkeit und die Eigenschaft des schnellen Trocknens auszeichnet. Sie wird sehr gerne in der Sport- und Bademode eingesetzt: Beispielsweise bei Turn- und Triathlonanzügen. Darüber hinaus verleiht Lycra Damen- und Herrenmode eine enge, körperbetonte Passform. Leggings, Tights und Oberteile aus dieser synthetischen Faser arbeiten die Konturen des Körpers noch besser heraus. Als Stretchmaterial sorgt Lycra zudem für einen sehr hohen Tragekomfort.

Lyocell
Lyocell wird auch unter dem Markennamen Tencel angeboten und ist eine Zellulosefaser, die aus natürlichen Rohstoffen - insbesondere Eukalyptusholz - industriell hergestellt wird. Lyocell ist biologisch abbaubar. Das Material eignet sich hervorragend für Jersey, Strickware und gewebte modische Kleidungsstücke. Die Faser vereint zahlreiche positive Eigenschaften: Sie hat eine glatte Oberfläche, wärmt annähernd so gut wie Schafschurwolle und ist in nassem Zustand reißfest. Zudem ist Lyocell sehr langlebig. Es vermittelt, ähnlich wie Leinen, ein kühles Tragegefühl und leitet Feuchtigkeit effektiv vom Körper weg, indem es 50 Prozent mehr Wasser absorbiert als Baumwolle. Für Sommermode, Sport- und Reisebekleidung ist Lyocell ideal.

Material-Mix
Bei diesem Stylingtrend werden verschiedene Materialien kombiniert und ergeben spannende Outfits. Deutliche Kontraste machen den Reiz dieses Stils aus. So können glatte Stoffe wie Seide und Satin mit groben Strukturen wie Strick gemixt werden. Auch das Verbinden unterschiedlicher Stile ist erlaubt. Beispielsweise verbinden sich leichte, luftige Kleidchen kombiniert mit Lederstiefeln zu einem harmonischen Sommeroutfit. Des Weiteren können auch einzelne Kleidungsstücke im Material-Mix gearbeitet sein, wie zum Beispiel ein Strickshirt mit Leder-Patches oder Chiffon-Einsätzen.

Melange
Der Begriff Melange kommt aus der französischen Sprache und bedeutet "Mischung". In Wien ist mit Melange eine Mischung aus Kaffee und Milch gemeint - wichtig zu wissen für den Kaffeehausbesuch nach einer Shoppingtour durch österreichische Boutiquen. Bei Stoffen und Garnen bedeutet Melange, dass entweder zwei oder mehr unterschiedlich farbige Fäden verarbeitet werden. So entstehen abwechslungsreiche Muster, die Stoffen und Garnen eine charakteristische Optik verleihen. Strickwaren aus Melangegarnen werden für trendige Pullover und Jacken verarbeitet. Bei Stoffen kann der Melangeeffekt sowohl durch unterschiedliche Garne als auch durch Aufdrucke entstehen. Das Melangemuster ist zeitlos und für viele Modestile einsetzbar. Klassiker sind beispielsweise grau melierte Pullover und Mäntel.

Mesh
Mesh bezeichnet ein meist durchsichtiges, leichtes Material mit Netzstruktur. Zuerst wurde das luftdurchlässige Gewebe bei der Fertigung von Sportschuhen und -kleidung eingesetzt. Mittlerweile ist Mesh zum Trend geworden und immer häufiger als Bestandteil modischer Bekleidung zu finden. Das zarte, luftige Material eignet sich ideal für dekorative Einsätze bei Shirts - zum Beispiel am Saum - und sorgt für raffinierte (semi-)transparente Looks. Es verleiht Oberteilen Leichtigkeit und präsentiert sich im attraktiven Material-Mix mit anderen Stoffen besonders schön.

Millefleurs
Millefleurs kommt aus dem Französischen ("tausend Blumen") und bezeichnet einen Stoff mit Streublumenmuster. Schon im 16. Jahrhundert zierten die kleinen Streublumen Wandteppiche und fanden später Verwendung bei den Tuchmanufakturen. Die Beliebtheit des zeitlosen Musters führte dazu, dass später auch Tapeten und Keramik mit Millefleurs verziert wurden. In der Mode sind Streublumen ein Klassiker, der jederzeit up to date ist. Mit seiner romantischen und verspielten Note unterstreicht das Blümchendessin zarte Stoffe, die zu Blusen, Röcken und Kleidern gearbeitet werden. Auch Tücher und Schals zieren die Blumen im Minimal-Print. Millefleurs-Muster sind der Inbegriff femininer Mode.

Minimaldessin
Minimaldessin bezeichnet ein kleinteiliges, meistens über das gesamte Textil reichendes gleichförmiges Muster. Dabei sind geometrische Formen wie Kreise oder Rauten dicht nebeneinander gesetzt. Teilweise kontrastieren die Elemente farblich deutlich mit der Grundfarbe des Stoffes, können aber auch in beinahe dem gleichen Ton gehalten oder unter Einsatz anderer Materialien auf das Kleidungsstück gestickt oder genäht sein. Verwendet wird das von Weitem oft kaum auszumachende Design häufig für Krawatten, Hemden und Hosen.

Modal
Modal ist eine Chemiefaser, die zu 100 % aus Cellulose besteht. Das Ausgangsmaterial des Zellstoffs besteht aus Pinien-, Buchen-, Fichten- oder Eukalyptusholz. Modal ähnelt der Viskose, ist allerdings weicher, dabei dennoch reißfester und stabiler. Der Herstellungsprozess der beiden Fasern ist unterschiedlich. Der Tragekomfort ist durch die Weichheit hoch. Die Tatsache, dass Modal viel Feuchtigkeit aufnehmen kann und trotzdem leicht trocknet, trägt enorm dazu bei. Auch nass ist Modal sehr elastisch. Qualitätsvoraussetzung ist, dass die feuchten Fasern eine Zugfestigkeit von 22,5 cN/tex besitzen und sich unter Belastung nicht mehr als 15 % dehnen. Da Modal Ähnlichkeit mit Baumwolle besitzt, wird es oft mit dieser gemischt, wodurch die Baumwolle Glanz und Griff erhält.

Multicolor
Der englische Begriff Multicolor bedeutet "vielfarbig". Er wird in Bezug auf Garne ebenso wie in Verbindung mit fertigen Bekleidungsstücken verwendet. In der Regel kommt die Bezeichnung Multicolor nur bei der Verwendung von mindestens drei Farben zur Anwendung, da zwei Farbtöne überwiegend als Bicolor bezeichnet werden. Oftmals erfährt der Begriff eine weitere Eingrenzung, indem er nur für ausgesprochen farbenfrohe Modeartikel genutzt wird.

Mustage
Mustage ist vom französischen und englischen Begriff Moustache abgeleitet und bedeutet Schnurrbart. Im Bereich der Mode sind damit traditionell helle Linien gemeint, die durch eine chemische Behandlung im Schrittbereich einer Jeanshose aufgetragen werden. In einer weiteren Bedeutung meint Mustage oder Moustache das zunehmend auf Accessoires wie Gürtelschnallen und Tüchern sowie auf bedruckten T-Shirts als Abbildung beliebt werdende Motiv eines Schnurrbarts. Das Symbol wurde ursprünglich im Karneval verwendet und erst in den 2010er Jahren auf die Freizeitmode übertragen.

Nylon
Nylon ist ein Stoff aus dem Material Polyamid (genaue Bezeichnung: Polyhexamethylenadipinsäureamid). Der Begriff Nylon wurde von dem Unternehmen DuPont de Nemours geprägt. Früher wurde Nylon hauptsächlich für die Herstellung von Strümpfen (Nylons) verwendet. Die Polyamidfaser ist besonders elastisch und überaus dehnbar. Zudem ist Nylon ein reißfester Stoff. Das Gewebe hat außerdem den Vorteil, dass es atmungsaktiv ist. Neben Blusen und Oberhemden wird Nylon daher auch gerne für die Produktion von Sportbekleidung verwendet. Die Faser verhindert überdies, dass Feuchtigkeit sich auf der Haut staut und lässt die Luft innerhalb des Kleidungsstücks gut zirkulieren.

Oil-dyed
Der Begriff "oil-dyed" bezieht sich auf die aus dem angewandten Färbeverfahren resultierende Optik: Bei diesem Vorgang werden die jeweiligen Textilien nach dem Nähen kalt gefärbt. Dabei entstehen verwaschene Effekte, die größere und kleinere Marmorierungen des Stoffes beinhalten können. Den Textilien wird dadurch eine spannende, gewollt fleckige, ölig-schmutzige Zweifarboptik verliehen. Aufgrund des speziellen Färbeverfahrens sollten im Oil-dyed-Verfahren gefärbte Kleidungsstücke in der Waschmaschine nur kalt gewaschen werden.

O-Linie
Auch als Egg-Shape bezeichnet. Ovale Silhouette, die an ein großes 'O' oder ein Ei erinnert und typisch für die 1980er-Jahre war. Kleidung mit einem O-Linien-Schnitt baut vor allem in der Körpermitte und an den Armen Volumen auf. Charakteristisch für diese Linie sind weite Ärmel, ein breiter Hüft-und Taillenbereich, ein hoher Kragen und überschnittene Schultern. Typischerweise werden im Kontrast dazu die Hals-, Unterarm-, - und Beinpartien schmal gestylt. Vor allem schlanke Frauen mit gerader Taille und kleinem Busen profitieren von dem zusätzlichem Volumen und der Betonung ihrer schmalen Beine.

One-Shoulder-Shirt
Das One-Shoulder-Shirt zeichnet sich durch seine asymmetrische Form aus. Es kann locker geschnitten oder figurbetonend sein. Der besondere Schnitt des Shirts lenkt den Blick geschickt auf den Hals und die Schulter der Trägerin. Oft zieren auffällige Raffungen das Shirt, das meist mit nur einem Ärmel gearbeitet ist, zusätzlich. Das One-Shoulder-Shirt kann mit vielen Bekleidungsstücken kombiniert werden, beispielsweise mit Leggins, Miniröcken oder Hotpants. Häufig werden die Modelle mit glitzernden Applikationen versehen. In dieser Form eignen sie sich auch als extravagante Oberteile für Partys oder andere Anlässe, zu denen ein geschmackvolles Outfit gefragt ist. One-Shoulder-Shirts schmeicheln Frauen jeden Figurtyps und sind modisch aktuell.

Organza
Organza ist ein hauchzartes, leichtes, relativ steifes Edelgewebe. Traditionell wird es aus Organsin hergestellt. Hierbei handelt es sich um Naturseide, die aus zwei bis drei gedrehten Rohseidenfäden (Gréges) hergestellt wird. Alternativ werden heute Kunstseide oder andere synthetische Fasern wie Nylon oder Polyester verwendet. Für die häufigste Verwendung von Organza - die Anfertigung aufwendiger, üppiger Abendkleider - wird der Stoff zusätzlich behandelt, um ihm Stabilität zu geben.

Ornament
Ornament (lat. ornare: schmücken, ordnen) ist ein häufig abstraktes oder formal abstrahierendes Muster. Es besteht aus einzelnen, zumeist wiederholt auftauchenden Motiven, die üblicherweise in symmetrischer Anordnung zueinander stehen. Florale, geometrische oder Tiermuster herrschen traditionell vor. Einzelne Ornamente können jedoch auch unregelmäßig und dynamisch sein. In der Mode finden sich Ornamente zur Verzierung von Kragen, Saum und Nahtstellen, als Muster, die sich über das gesamte Kleidungsstück ziehen oder auch als Einzelmotiv. Ornamente werden maschinell oder per Hand auf den Stoff gestickt, gedruckt oder mit ihm vernäht.

Overall
Der Overall ist ein einteiliges Kleidungsstück, bei dem die Hose fest mit dem Oberteil verbunden ist. Overalls wurden ursprünglich als Arbeitskleidung entwickelt und bieten dank der geringen Anzahl an Öffnungen einen erhöhten Schutz vor Verletzungen, Feuer und Schmutz. Dank ihrer Herstellungsweise können Overalls beim Tragen nicht verrutschen, sodass Gürtel oder Hosenträger überflüssig werden. Heute wird der Overall nicht nur als Arbeitskleidung, sondern auch als modernes Kleidungsstück in der Freizeit getragen. Auch bei einigen Sportarten wie dem Skifahren und dem Tauchen kommen Overalls zum Einsatz. Je nach Verwendung können Overalls mit einer Kapuze ausgestattet sein.

Overdyed Denim
Overdyed Denim bezeichnet ein mehrfach gefärbtes Baumwollgewebe, das für die Anfertigung von Jeans verwendet wird. Overdyed Denim wird in verschiedenen Schritten gefärbt, bei denen jeweils unterschiedliche Farben auf den Stoff aufgebracht werden. Nach der Behandlung werden die verschiedenen Schichten durch das partielle Abwaschen der Farbe sichtbar.

Oversized
Kleidungsstücke, die oversized (überdimensioniert) geschnitten sind, liegen modisch im Trend. Für den lässigen Oversize-Look werden bevorzugt T-Shirts, Pullover und Blusen hergestellt, die bewusst zu groß ausfallen. Sie sind figurumspielend und hängen sehr locker. Oversized-Kleidungsstücke sind vielfältig einsetzbar und können immer wieder anders gestylt werden. Mit Leggings und Gürtel wird ein Oversized-Shirt beispielsweise stilecht kombiniert.

Padding
Padding kommt aus dem Englischen und heißt Füllmaterial, Wattierung bzw. Polsterung. Der Begriff kann sich auf komplett mit einer Einlage unterlegte Stoffe beziehen, die zur besseren Fixierung mit Steppnähten versehen werden, z. B. in Streifen- oder in Rautenform. Beim Chesterfield Padding sind die sich überkreuzenden Linien noch zusätzlich mit einem Knopf verziert, was äußerst apart wirkt. Die Wattierung kann jedoch auch Schulterpolster oder Push-up-BHs betreffen, bei denen Padding eingesetzt wird, um die entsprechenden Körperpartien voluminöser wirken zu lassen. Bei einem berühmten Pariser Modehaus ist Padding mit Rautensteppung sogar ein immer wiederkehrendes klassisches Muster, welches auf elegante Weise Jacken und Handtaschen ziert.

Pailletten
Als Pailletten werden heute kleine runde, aufgenähte oder aufgeklebte Plättchen aus glänzendem Kunststoff (seltener aus anderen Materialien) bezeichnet. Ihren Namen hat die Paillette vom französischen paille = Stroh, da die Plättchen im 19. Jahrhundert aus Strohhalmen gestanzt wurden. Pailletten kannten schon die alten Ägypter, die ihre Kleidung mit kleinen Plättchen aus purem Gold verschönerten. Lange Zeit waren Paiilletten nur der reichen Gesellschaft vorbehalten, da jede Paillette einzeln von Hand aufgenäht wurde. In den zwanziger Jahren, als der Charleston mit seinen paillettenbestickten Abendkleidern Glanz und Glamour in die Tanztempel brachte, erlebten Pailletten Ihre Blütezeit. Als industriell hergestellte Ware existieren die schimmernden Plättchen erst seit etwa 50 Jahren. Die neue Produktionstechnik beeinflusste die Mode stark und machte Pailletten für jeden erschwinglich.

Paisley
Paisley ist die Bezeichnung für ein Muster, das in den USA auch unter der Bezeichnung "persian pickles" bekannt ist. Es handelt sich dabei um ein dekoratives, abstraktes Muster, dessen Grundform ein Blatt mit spitz zulaufendem, gebogenen Ende bildet, vergleichbar einem großen Komma. Der Ursprung des Paisleymusters geht auf ein florales Motiv zurück, das aus dem persischen Sassanidenreich stammt (Boteh-Muster). Es gelangte über die Mogule nach Indien und nach Großbritannien, wo es zuerst populär wurde. Ein Revival erlebte das Muster im Zuge der Hippiebewegung. Auch aktuell sind Paisleymuster in den Kollektionen verschiedener Designer zu sehen, zum Beispiel denen von Gucci, Etro und Burberry.

Panneaux
Panneaux (franz. panneau: Schild, Paneel) bezeichnet ein gleichmäßig gewebtes, gestricktes oder gedrucktes Muster. Es enthält abstrakte graphische, geometrische oder florale Elemente, die sich konstant wiederholen. Auf diese Weise entsteht ein feines, dekoratives Design. Die Technik wird hauptsächlich für Gardinen verwendet, früher teilweise äußerst aufwendig im Kunsthandwerk gearbeitet. Der Begriff ist auch in der Architektur gebräuchlich und dem des Ornaments verwandt.

Pareo
Großes, um Oberkörper oder Hüfte geschlungenes, meist Badeanzug oder Bikini ergänzendes Wickeltuch. Der ursprünglich aus dem Südseeraum stammende und dort vor allem als Männer-Wickelrock übliche Pareo wurde im Zusammenhang mit dem Erfolg des Ferienclub-Konzepts seit Anfang der 1970er Jahre als Damen-Strandmode in Europa populär. Vom Grundprinzip ist der Pareo ein etwa meterbreites und knapp zwei Meter langes Stofftuch. Sowohl gemusterte und farbige als auch einfarbige und ungemusterte Varianten sind beliebt. Die nach verschiedenen Wickeltechniken geschlungenen, als Hüfttuch oder Kleid getragenen Pareos können kurz oder knöchellang sein. Sie sind mittlerweile auch als Teil der Alltags- oder Abendgarderobe akzeptiert.

Paspel
Die Paspel ist ein wulstiger, schmaler Besatz an der Naht eines Kleidungsstücks. Sie diente ursprünglich als eine Art Verstärkungsstreifen an der Kleidung von Soldaten. Die Kantenpaspel wird seit dem 19. Jahrhundert in erster Linie als Verzierung verwendet. Sie hebt die Konturen sowie den Schnitt der Kleidung hervor. Eine Paspel besteht aus einem Stoffstreifen, welcher der Länge nach gefaltet ist. Zwischen den Lagen kann eine Schnur eingelegt werden. Beim Schließen der Naht wird die Paspel mitgeführt. Dadurch wird die Bruchkante des Stoffstreifens in Form eines kleinen Wulstes sichtbar, der die Nahtlinie betont. Es gibt sowohl Kantenpaspeln als auch Taschenpaspeln.

Patchwork
Wenn in Farbe, Muster und/oder Struktur unterschiedliche Materialien kunstvoll so zusammengesetzt werden, dass wunderschöne kleine Kunstwerke entstehen, spricht man von "Patchwork". Ein Patch ist ein Flicken, der ursprünglich zur Reparatur von Textilien eingesetzt wurde. Das Patchwork hat eine lange Tradition und ist nicht auf Stoffe beschränkt, auch Leder kann zu attraktiven Ornamenten, Formen oder sogar Bildern zusammengefügt werden. Patchwork-Details werden häufig eingesetzt, um hochwertige Kleidung stilvoll zu veredeln. Kleine Einsätze am Kragen oder an Brustaschen setzen gekonnt Akzente und verweisen auf eine alte Handarbeitskunst, die viele Fans hat. Wertvolle Patchwork-Arbeiten entstehen noch immer in Handarbeit, es gibt jedoch auch maschinell hergestellte Patchwork-Artikel.

Pattentasche
Bei der Pattentasche handelt es sich um eine horizontal angebrachte Tasche, deren Eingriff mit einer häufig farblich abgesetzten Klappe (Patte) verdeckt wird. Pattentaschen befinden sich bevorzugt an Jacken, Mänteln oder Hosen. Sie werten edle Jacketts und Sakkos sowie elegante Blazer auf. Eine Pattentasche wird horizontal auf das Kleidungsstück aufgebracht und ist mit einem Eingriff ausgestattet.

Perlmuttknöpfe
Perlmuttknöpfe bestehen aus der inneren Schalenschicht von Muscheln oder Schnecken. Charakteristisch für das organische Biomineral Perlmutt sind der seidenmatte Glanz und das irisierende Farbspiel, das je nach Gattung und geografischer Herkunft variieren kann. Die Sortenvielfalt ist groß, brillant-weißer Makassar gilt als der wertvollste Perlmutt. Aufgrund ihrer Farbvielfalt, der schillernden Oberfläche und ihrer hohen Stabilität, gelten echte Perlmuttknöpfe an Blusen und Hemden als Qualitätsmerkmal. Da Perlmuttknöpfe sich auf vielfältige Art bearbeiten und sogar einfärben lassen, sind sie individuell verwendbar, beispielsweise zieren sie modische Kleider und Röcke mit dekorativer Knopfleiste. Dank ihrer optischen Effekte eignen sie sich außerdem für Accessoires wie Schuhe, Gürtel und Taschen.

Perlon
Perlon ist seit 1938 das Warenzeichen für eine Kunststofffaser, die in Deutschland als Nylon-Alternative entwickelt wurde. Aus Perlon wurden im Zweiten Weltkrieg Borsten zur Waffenreinigung, Fallschirme und Teile für die Flugreifenherstellung angefertigt. 1939 wurde die Kunstfaser als Perlon L beworben. Erst im Jahr 1943 wurde sie auch zur zivilen Herstellung von Damenstrümpfen verwendet. Perlon wird heute darüber hinaus für andere Textilien verwendet, zum Beispiel für Herrensocken.

Plastron
Ein Brusteinsatz an Blusen und Hemden. In der Herrenmode bezeichnet es auch eine breite, oft weiße Krawatte, die zu festlichen Anlässen - beispielsweise auf Hochzeiten vom Bräutigam - zum Cutaway oder Gehrock getragen wird. In der Damenmode bezeichnet das Plastron einen Brustlatz bei Blusen. Seinen Beinamen "Ascot-Krawatte" verdankt das Plastron seiner Verbindung zum Reitsport; es wird heute noch als Bestandteil der Turnierkleidung getragen.

Platzierter Druck
Wenn die Brust eines Shirts oder Sweatshirts von einem Motiv geziert wird, kommt der Stoff in der Regel von einem Stoffballen mit platziertem Druck. Das bedeutet, dass der Stoff so gestaltet wurde, dass daraus die Vorderteile bestimmter Kleidungsstücke zugeschnitten werden können. Es müssen also auch entsprechend große Abstände zwischen den einzelnen Motiven eingehalten werden.
Das Gegenteil des platzierten Drucks stellt der Allover-Druck dar. Dem Design eines Kleidungsstücks entsprechend wird die jeweilig passende Druckart gewählt. Dabei ist es wichtig, dass sich die Stoffe rationell und materialsparend verarbeiten lassen. Wenn für ein Shirt ein Vorderteil mit platziertem Druck gewählt wird, können Rückseite und Ärmel aus dem gleichen Stoff ohne Print verwendet werden.

Plissee
Das Wort "Plissee" stammt aus dem Französischen und bedeutet "gefaltet". Entsprechend handelt es sich bei dem Gewebe um Stoff, bei dem mit verschiedenen Methoden feste Falten gebildet wurden. Bei gewebtem Plissee wird die Grundkette beim Weben kräftig und die Faltenkette leicht gespannt. Werden Kreppgarne oder unterschiedlich elastische Garne eingewebt, verstärkt sich der Plissee-Effekt. Der so entstandene Stoff wird vorwiegend für Kleider oder Hemden verwendet. Wirkplissee entsteht an einer speziellen Kettenwirkmaschine, bei der die drei Legebarren unterschiedlich arbeiten. Strickplissee wird durch ein besonderes Strickmuster hergestellt. Chemisch-technisch plissiert wird normaler Stoff durch eine Abfolge von Behandlungen mit Kunstharz, Legen der Falten und Pressen unter feuchter Hitze.

Polyacryl
Polyacryl ist ein synthetischer Stoff, der natürlicher Wolle ähnelt und sich in der Sport- und Strickmode wiederfinden lässt. Er ist besonders durch seine elastische, feuchtigkeitsabweisende und wollähnliche Struktur gekennzeichnet. Kleidung mit Polyacryl, das oft mit Baumwolle kombiniert wird, hält dank der Bauschfähigkeit der Kunstfaser warm und fühlt sich flauschig an. Im Vergleich zur Naturwolle nimmt der synthetische Stoff aber weniger Feuchtigkeit auf, so dass er für sportliche Aktivitäten besser geeignet ist. Darüber hinaus schenkt die hohe Elastizität des Materials eine formstabile Passform, die auch nach vielen Waschgängen erhalten bleibt.

Polyamid
olyamid ist eine synthetische Faser. Es ist hochelastisch, auch im nassen Zustand, hat eine sehr feine Struktur und trocknet schnell. Das beste Beispiel sind Nylonstrümpfe, die zu Beginn des Siegeszuges der Textilfaser auch unter dem Namen Perlon bekannt waren. Der Einsatzbereich von Polyamid ist vielseitig. Er reicht von Wäsche über Damenstrümpfe und Strumpfhosen bis zu Sportbekleidung, Bademode und Miederwaren. Je nach Querschnitt der Polyamidfaser sind Polyamidstoffe matt oder glänzen, sind fein oder gekräuselt. Die gewünschten Eigenschaften der Faser werden durch die Zugabe spezieller Zusatzstoffe erreicht. Die Faser zeichnet sich durch Formbeständigkeit und Resistenz gegen Abnutzung aus. Von allen Chemiefasern weist Polyamid die höchste Reiß- und Scheuerfestigkeit auf.

Polyester
Polyester ist ein synthetisches Material, das als Rohstoff zur Herstellung von Kunstfasern dient. Polyesterfasern werden zur Herstellung von Kleidung meist Naturfasern wie Baumwolle beigemischt. Polyester knittert kaum und trocknet sehr schnell. Als Jackenfüllung hält Polyester die Wärme gut am Körper. Durch die geringe Feuchtigkeitsaufnahme ist Polyester auch als Material für feuchtigkeitsabweisende Sportbekleidung geeignet. Polyesterfasern sind formbeständig und pflegeleicht sowie reiß- und scheuerfest.

Polyurethan
Polyurethan ist eine Kunstfaser auf Erdölbasis. Da sie stark elastisch ist, werden durch ihren Einsatz Passform und Tragekomfort erhöht. Die Faser nimmt nur wenig Feuchtigkeit auf, ist pflegeleicht und strapazierfähig. In aufgeschäumter Form wird Polyurethan als Beschichtung für Kleidungsstücke eingesetzt, da es leicht ist und kälteisolierend wirkt. Daher wird es oft für die Beschichtung von Regenmänteln und Gummistiefeln verwendet. Auch Kunstleder besteht meist aus aufgeschäumtem Polyurethan, das auf einen textilen Untergrund aufgebracht wurde.

Poncho
Der Poncho ist ein ärmelloses, einem Cape ähnliches Kleidungsstück, das ursprünglich aus Südamerika stammt, wo es sowohl von Frauen als auch von Männern getragen wird. Es ist schnell anzuziehen, indem die Trägerin bzw. der Träger den Kopf durch ein Loch an der Oberseite des Ponchos steckt. Die Grundform des wärmenden Kleidungsstücks, das zum Beispiel als modische Alternative zu einer Strickjacke getragen werden kann, ist quadratisch. Ein Poncho besteht meist aus Web- oder Strickmaterial. In seiner Sonderform als Regenponcho wird er aus wasserabweisendem Material gefertigt.

Protektoren
Als Protektoren werden in der Modebranche ein- oder aufgenähte Polster bezeichnet, die ein Kleidungsstück, am Ellenbogen oder im Kniebereich angebracht, vor Abnutzung schützen. Viele Modedesigner nutzen aber auch die optische Wirkung von Protektoren und setzen diese daher gern als Stilmittel ein. In diesem Fall deutet die Nahtführung lediglich das Vorhandensein echter Protektoren an. Hochwertige Protektoren finden vor allem in Kleidungsstücken Anwendung, die hohen Belastungen ausgesetzt sind. Bei Sport- oder Motorradbekleidung, bei der es hauptsächlich auf den Schutz gefährdeter Körperstellen ankommt, ist der optische Aspekt eher unerheblich. Arm- und Handprotektoren zählen zur Grundausrüstung bei vielen Sportarten. In der Damenmode kommen Protektoren häufig bei Damenhosen, Jacken und in Blazern in Form von Schulterpolstern zum Einsatz.

Pumphose
Eine Pumphose ist eine weit geschnittene Hose, die sich durch enge Bündchen oder Bänder unterhalb des Knies auszeichnet. In die Modelwelt eingeführt wurde die Pumphose zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Sie löste die bis zu diesem Zeitpunkt üblichen ausgestopften Hosen der spanischen Mode ab. Die ersten Modelle wurden aus Wollstoff gefertigt. Heute werden zumeist andere Materialien wie Polyester, Viskose und Baumwolle für Pumphosen verwendet. Bekannt sind Pumphosen auch als Sarouel- oder Haremshosen.

Raglan-Ärmel
Als Raglan-Ärmel bezeichnet man Ärmel, die so geschnitten sind, dass die Schulterpartie miteinbezogen ist. Die Ärmelnähte verlaufen beim Vollraglan bogenförmig vom Halsloch zum Armloch. Beim Halbraglan verläuft die Naht von einem Punkt auf der Schulterlinie schräg ins Ärmelloch. Diese Ärmelform spielt in der Sport- und Freizeitmode eine große Rolle. Kleidungsstücke mit dieser Ärmelform sind besonders bequem. Der Raglan-Stil ist auch bei Strickpullovern beliebt. Der Name geht auf Lord Raglan zurück. Dieser verlor in der Schlacht von Waterloo einen Arm. Deshalb trug er im Krimkrieg einen Mantel in dieser Schnittform. Sie erleichterte ihm das Ankleiden und wurde später nach ihm benannt.

Rapport
Rapport ist ein sich wiederholendes, flächenfüllendes Muster bzw. die kleinste immer wiederkehrende Mustereinheit. Es kann durch Weben, Stricken, Färben oder Bedrucken erzeugt werden. Beim Nähen werden je nach Größe des Rapports auch größere Stoffmengen benötigt, da beim Aneinanderpassen der Muster der Rapport zu berücksichtigen ist. Auch beim Stricken kennt man den Begriff. Hier wird ebenfalls die Wiederholung eines Maschensatzes zur Erzeugung eines gewünschten Musters als Rapport bezeichnet.

Raw Denim
Jeansstoff, der nach der Färbung während der Herstellung nicht mehr gewaschen wird. Ein Kleidungsstück aus Raw Denim verliert später einen Teil seiner Farbe durch Tragen und Waschen. Der Farbverlust durch das Tragen am Körper führt zu individuellen Mustern auf dem Stoff, die durchaus erwünscht sind. Raw Denim wird auch Dry Denim genannt.

Rayon
Rayon wird auch als Viskose bezeichnet. Das Material wurde früher meist Kunstseide genannt und ist Seide oder Baumwolle von der Struktur her sehr ähnlich. Auf der Basis von gereinigter Cellulose bzw. Holzzellstoff wird im Nassspinnverfahren eine naturnahe Kunstfaser industriell hergestellt. Anders als bei Baumwollfasern können nicht nur Spinnfasern, sondern auch Endlosfasern (Filamente) mit variablen Anwendungsmöglichkeiten hergestellt werden. Viskosegarne werden unter anderem zu Textil- und Bekleidungsstoffen verarbeitet. Aufgrund des erhöhten Wasseraufnahmevermögens ist Rayon hautfreundlich und besonders angenehm zu tragen.

Retrostil
Als Retrostil werden formal auf vergangene Modetrends zurückgreifende Strömungen in der Mode, dem Design und der Kunst sowie eine Kombination von Kleidungsstücken mit nostalgischem Einschlag bezeichnet. Retro (lat. rückwärts) orientiert sich zeitlich an Modeerscheinungen des 20. Jahrhunderts, meistens an solchen seiner zweiten Hälfte. Aufgrund der sich im Laufe der Zeit ändernden Materialien und deren Herstellung verbindet der Retrostil zwangsläufig alte und neuen Elemente. Auch ästhetisch wird die alte Moderichtung durch kreative Auslegungen und die Anpassung an den Zeitgeschmack verändert. Vergangene Trends werden wiederbelebt, neu interpretiert und entsprechende Kleidung entworfen. Auf diese Weise entsteht ein ebenso in die Vergangenheit deutender wie innovativer Look.

Reversibel
Reversibel bedeutet umkehrbar. Gemeint sind damit beidseitig tragbare Kleidungsstücke, z. B. Wendejacken oder -röcke. Solche Teile sind für gewöhnlich etwas dicker, da zwei Stoffe aufeinander genäht sind. Knöpfe, Reißverschlüsse und Taschen befinden sich auf beiden Seiten. Die ersten Wendejacken gab es schon in der Antike, mit einer warmen Seite und einer kühleren.

Rinsed washed
Rinsed washed ist eine der verschiedenen Waschmethoden, mit denen Jeans vor dem Verkauf behandelt werden. Im Unterschied zu Stone wasched wird beim Rinsed washed die Farbe von Jeans nicht verändert. Der Stoff wird dabei nur mit klarem Wasser gewaschen. Weder Steine noch besondere Bleichmittel kommen zur Anwendung. Die Rinsed-washed-Methode sorgt dafür, dass Jeans nach der ersten Wäsche nicht einlaufen. Außerdem bewirkt diese Waschung ein besonders klares Farbbild. Sie wird für die verschiedensten Jeansartikel angewendet - von Hosen über Jeansröcke und bis hin zu Westen und Jeansjacken.

Rodeo
"Rodeo" bezeichnet im Kontext der Mode einen Jeans-Style. Diese Hosen sind im Boot-Cut geschnitten, haben breite Gürtelschlaufen und aufwendige gestickte Verzierungen auf den hinteren Taschen. Am wichtigsten für Jeans im Rodeo-Stil ist jedoch der Used-Look. Die Vorderseite (Oberschenkel bis Knie) und Rückseite (unter den Taschen und auf dem Gesäßteil) einer Rodeo-Jeans sind white-washed und heller als der reguläre Stoff. Effekte wie farblich abgehobene Falten und rau aufgeriebene Stellen vervollständigen die Rodeo-Jeans.

Satin
Bei Satin handelt es sich um einen glatten, einseitig glänzenden Stoff. Die spezielle Webart (Atlasbindung) verleiht dem Gewebe zwei verschiedene Seiten. Während die eine Seite glatt und glänzend ist und bei Kleidung die Außenseite bildet, ist die andere Seite matt und unregelmäßiger beschaffen. Satin ist einer der beliebtesten Stoffe zur Fertigung festlicher Abendkleider. Es gibt sowohl leichte als auch schwere Satinstoffe. Je nach Art der verwendeten Faser kann Satin fließend oder steif sein.

Schalkragen
Ein Schalkragen legt sich wie ein Schal um den Hals. Er geht nahtlos ins Revers über, sodass kein Absatz erkennbar ist. Die Naht befindet sich an der hinteren Kragenmitte. Wie tief der Schalkragen geht, ist je nach Kleidungsstück sehr individuell. Die Enden können über dem Brustbereich, in der Mitte der Brust oder darunter bis zur Taille verlaufen. Bei festlicher Garderobe endet der Schalkragen oft in zwei Bindebändern, mit denen sich eine dekorative Schleife binden lässt. Schalkragen kommen an vielen Kleidungsstücken zum Einsatz. Sie zieren Pullunder, Blusen, Strickjacken Smokings, Sakkos und Jacken.

Schlupfbluse
Eine Schlupfbluse ist eine legere Bluse, die meist ohne Knopfleiste gestaltet ist. Sie wird einfach über den Kopf gezogen. Einige Modelle verfügen über eine kleine Knopfleiste, die das An- und Ausziehen erleichtert. Der Schnitt einer Schlupfbluse ist lässig. Das Design reicht von unifarben glänzenden Stoffen bis zu Druckmustern. Der Ausschnitt ist rund bis V-förmig. Auch Modelle mit kleinem Kragen sind beliebt. Die Ärmel können lang sein, eine 7/8-Länge haben oder kurz sein. Schlupfblusen sind sehr variabel. Sie werden gern zu Hosen getragen und umspielen durch ihre weite Form die Figur. Kleine Faltenwürfe, Gummizüge und Verzierungen am Auschnitt verleihen der Schlupfbluse ein feminines Aussehen.

Scraping
Das Scraping ist eine Methode der Bearbeitung von Jeans. Per Hand oder mittels Machine Scraping wird dabei der Stoff mit Schleifpapier oder speziell ausgestatteten Maschinen abgeschabt. Damit wird der beliebte Used-Look erreicht, der der Hose ein bereits abgetragenes Image verpasst. Durch das Beschleifen des Stoffs, insbesondere im Bereich der Oberschenkel, oft auch im Schienbeinbereich, wird Farbe von den Fasern abgetragen. Die so behandelten Stoffflächen erscheinen heller. Die Behandlungsmethode wird auch bei Jeansröcken und Jeansjacken angewendet. Da bei der früheren Sandstrahlmethode Silicium freigesetzt wurde, beschränken sich viele Hersteller inzwischen streng auf Hand Scraping und Machine Scraping für Jeans.

Seersucker
Seersucker bedeutet wörtlich "Milch und Zucker" (persisch: shir o shekar). Es handelt sich dabei um einen sehr leichten Stoff mit unebener Oberflächenoptik und einem Streifenmuster. Er besteht aus Baumwolle. Beim Weben werden die Kettfäden unterschiedlich gespannt oder es werden später Substanzen aufgebracht, die die Fasern aufquellen lassen. Dadurch entstehen Stoffstreifen, die wechselweise glatt und gerafft sind und dies wiederum erzeugt den Effekt, dass das Gewebe praktisch bügelfrei und damit sehr pflegeleicht ist.

Seide
Die feine Naturfaser wird aus den Kokons von Seidenraupen, den Larven seidenspinnender Schmetterlinge, gewonnen. Hauptsächlich besteht sie aus Protein und ist die einzige textile Endlos-Faser, die in der Natur vorkommt. Ursprünglich kommt Seide wahrscheinlich aus China und war eine bedeutende Handelsware. Über die Seidenstraße wurde sie nach Europa transportiert. Indien und Japan sind neben China weitere wichtige Länder, in denen Seide produziert wird. Seide ist sehr leicht, fest und knitterarm. Sie zeichnet sich durch ihre glänzende Optik aus. Aufgrund ihrer isolierenden Eigenschaften wärmt Kleidung aus Seide im Winter und kühlt im Sommer. Die edle Faser wird bevorzugt zur Anfertigung von Blusen, Schals, Tüchern und Kleidern eingesetzt.

Shopper
Ein Shopper (engl. shopping bag) ist eine Handtasche, die typische Merkmale eines Einkaufsbeutels aufweist. Auffällig sind die langen Henkel und seine Geräumigkeit. Entwickelt wurden diese Taschen, um möglichst viel Stauraum zu bieten. Das klassisch verwendete Material ist Leder. Doch auch Baumwolle, Nylon oder Jute sind bei Designern und Herstellern äußerst beliebte Stoffe.

Smok
Die Bezeichnung Smok kommt aus dem Niederdeutschen und bedeutet "Schmuck". Im Bereich Mode wird der Begriff für eine Verzierungsart an Textilien verwendet. Der Stoff wird dabei in mehrere Falten gelegt oder eingereiht. Anschließend erfolgt eine Fixierung durch mehrerer Stiche, alternativ auch durch ein Strickmuster. Die Applikation der Verzierungen erfolgt versetzt. Smok-Details können fest fixiert werden oder elastisch gearbeitet sein. Fast sämtliche Textilarten können so bearbeitet werden.

Spaghettiträger
Spaghettiträger stellen, wie der Name verrät, eine besonders schmale Form von Trägern dar. Sie sind an verschiedenen Kleidungsstücken für Damen, wie zum Beispiel an Sommerkleidern, Unterhemden, Tops bzw. an Badeanzügen oder Bikini-Oberteilen, zu finden. Die filigrane Trägerform verleiht einem Kleidungsstück Leichtigkeit und sorgt bei Unterwäsche dafür, dass die Träger gut unter der Oberbekleidung versteckt werden können. Vor allem bei sommerlicher Bekleidung erhöhen Spaghettiträger den Tragekomfort und lassen mehr Sonne an den Oberkörper.

Statement-Kette
Wer seinen persönlichen Look mit einem Ausrufungszeichen unterstreichen möchte, wählt als Accessoire eine Statement-Kette. Statement-Ketten sind zumeist kurz und sehr breit, sie können nicht groß und auffällig genug sein. Alle erdenklichen Materialien finden Verwendung: Von Kunststoff bis zu Textilien, Leder, Metall und Holz, Glas, Perlen, Blumen oder Federn - bei hochwertigeren Exemplaren natürlich auch Gold oder Silber. Besonders aussagekräftig wirken diese Schmuckstücke auf unifarbener Kleidung. Selbst zu Jeans und T-Shirt getragen macht eine Statement-Kette die Aussage: Meine Trägerin hat Stil!

Stonewashed
Stonewashed bedeutet "mit Steinen gewaschen". Hierbei handelt es sich um eine Art der Vorbehandlung von Stoff. Stoffe - vornehmlich Denim - werden mit Steinen gewaschen, um diesen eine getragene, abgenutzte Optik zu verleihen. Für den Stonewashed-Effekt kommen neben dem Waschen mit Steinen auch andere Methoden infrage. So werden alternativ beispielsweise Bleichmittel eingesetzt, um bestimmte Waschungen und Muster zu erzielen.

Strasssteine
Strasssteine sind bleihaltige Glassteine, die zur Imitation von Diamanten entwickelt wurden. Benannt sind sie nach dem elsässischen Goldschmied Georg Friedrich Strass, der sich ab 1730 n. Chr. in seinem Betrieb in Paris der Herstellung von Diamantimitationen widmete. Dadurch erwarb sich Strass den Titel "Juwelier des Königs".
Durch den Einsatz von Bleimennige wird eine Grünfärbung der Steine verhindert. Die Unterseite des Steines ist meist foliert, um eine hohe Lichtbrechung zu ermöglichen. Hauptsächlich finden Strasssteine als Modeschmuck Anwendung. Auch Kleidungsstücke werden gerne mit ihnen besetzt.

Stretch
Der Begriff Stretch bezeichnet einen Stoff, der durch die Ausstattung mit Elastikfasern dehnbar ist. Stretch kann quer-elastisch, bi-elastisch oder längs-elastisch sein. Aufgrund seiner Eigenschaften ist Stretch sehr anpassungsfähig. Kleidung, die aus Stretchstoffen gefertigt wird, liegt meist relativ eng am Körper an, lässt aber dennoch eine hohe Bewegungsfreiheit zu. Das Material kann gedehnt werden, ohne dass es seine Grundform verliert. Bekleidung aus Stretchstoffen wird häufig bei sportlichen Aktivitäten getragen, da sie körpernah geschnitten und bequem ist. Der modische Dauertrend Leggings ebenso wie Jeggings und Treggings wären ohne Stretchmaterial nicht denkbar. Auch Shirts oder Kleider mit Stretchanteil betonen die Figur und weisen eine gute Passform auf.

Suede
Suede (auch Veloursleder) ist ein Material, das bei der Herstellung von Kleidung, Schuhen und Taschen zum Einsatz kommt. Die Bezeichnung dient als Sammelbegriff für Lederarten mit rauer bzw. aufgerauter Oberfläche. Suede zeichnet sich durch seinen weichen, warmen Griff aus. Der Name stammt aus dem Französischen: "Gants de Suède", also schwedische Handschuhe, sind Handschuhe aus Wildleder. Im Laufe der Zeit wurde der davon abgeleitete Begriff "Suede" für Veloursleder in der Modebranche gebräuchlich.

Suedine
Suedine kommt aus dem Französischen und ist ein Wildlederimitat, das dem Veloursleder sehr ähnelt. Suedine ist eine Kunstfaser, die zu 100 % aus Polyester besteht. Der pflegeleichte Stoff mit weicher Haptik kann in praktisch jeder Farbe und in unterschiedlicher Dichte hergestellt werden. Suedine kommt neben Oberbekleidung auch bei Schuhen, bei Accessoires und als Bezugsstoff von Polstermöbeln zum Einsatz. Zudem ist es ein beliebter Stoff für die Herstellung von Teddybären, insbesondere der Tatzen.

Sweat-Shirt
Der Begriff Sweat-Shirt bezeichnet ein Kleidungsstück aus dickerem Jersey. Sweat-Shirts werden aus weichen, anschmiegsamen Stoffen gefertigt. Ursprünglich wurde das Sweat-Shirt für Sportler erfunden. Das leichte Jersey-Material wird aus einem Grundfaden und aus einem besonderen Futterfaden gewebt. Der Futterfaden wird während der Produktion angeraut, so dass sich Sweat-Shirts von innen kuschelig anfühlen. Neben dem speziellen Stoff hebt sich auch der Schnitt des Sweat-Shirts von dem anderer langärmeliger Oberteile ab. Ärmel und Saum sowie der Halsausschnitt sind von einem breiten Bündchen umsäumt, das für den perfekten Sitz des Shirts sorgt.

TENCEL®
Tencel®, eine Lyocell-Faser, ist ein markengeschütztes Gewebe, das botanischen Ursprungs ist. Diese Faser wird aus dem Rohstoff Holz gewonnen. Aufgrund des geschlossenen Kreislaufes ist die Herstellung dieser Faser besonders umweltfreundich. Tencel® besitzt eine größere Saugfähigkeit als Baumwolle, ist kühler als Leinengewebe, fühlt sich sanfter an als Seide und knittert kaum. Dieses Gewebe wird vielseitig verwendet und dient unter anderem zur Anfertigung von Jeans- und Blusenstoffen, Sportbekleidung, Heimtextilien sowie Unter- und Bettwäsche. Die Fasern werden häufig mit Baumwolle, Viskose oder Polyester und Polyamid gemischt.

Tunika
Die Tunika war ursprünglich ein Kleidungsstück, das sowohl von Männern als auch von Frauen von der römischen Antike bis hinein ins Mittelalter getragen wurde. Zur damaligen Zeit bestand eine Tunika aus zwei rechteckigen Stoffstücken, die an den Schultern mit Fibeln zusammengehalten wurden. Später wurden Tuniken an den Seiten und den Schultern zusammengenäht.
Heute versteht man unter einer Tunika ein Kleidungsstück, das vor allem in der Modewelt der Damen vorkommt. Hier werden längere, zumeist lässig geschnittene Oberteile als Tuniken bezeichnet. Diese Oberteile sind länger als die übliche Oberbekleidung, jedoch nicht so lang wie ein Minikleid. Kombiniert wird eine Tunika üblicherweise mit einer Hose.

Tunnelzug
Ein Tunnelzug entsteht durch zwei Nähte, die im Abstand von ca. ein bis zwei Zentimetern parallel zueinander verlaufen. Durch diesen Tunnel können schmale Gürtel, Kordeln oder Stoffbänder gezogen werden, mit deren Hilfe die Weite der Bekleidung reguliert wird. Er befindet sich beispielsweise an einer Kapuze, am Hosenbund, am Saum (in den Saumumschlag integriert) oder in Taillenhöhe eines Oberteils. Aber auch an Taschen, Stoffbeuteln oder am Ärmelbündchen bzw. Beinsaum kann sich ein Tunnelzug befinden, der dem flexiblen Einstellen dient bzw. es ermöglicht, die Tasche oder den Beutel zu verschließen.

Tweed
Tweed ist ein sehr charakteristischer, dicker Stoff, der sich bestens für Kleidung im Country-Stil eignet. Das Wort leitet sich vom schottischen Wort "tweel" (entspricht dem englischen twill) ab und bezeichnet eine Webart. Tweed wird aus grobem Wollgarn hergestellt und ist dementsprechend schwer. Um den Stoff leichter und preiswerter zu machen, wird er häufig mit Seide, Baumwolle oder Polyester durchsetzt. Typisch sind karierte oder fischgrätige Muster. Der Stoff wird traditionell für Schottenröcke verwendet, wird heute aber auch zu Anzügen, Kostümen, Hüten und Mänteln verarbeitet.

Two-in-one
Der Begriff "two-in-one" stammt aus dem Englischen und bedeutet "zwei in einem". Es handelt sich hierbei um Kleidungsstücke, die sich auf zwei oder mehrere Arten tragen lassen. So gibt es zum Beispiel bei Jacken oft Modelle, die aus einer dünneren Außenjacke und einem wärmenden Innenfutter bestehen, welches sich durch einen Reißverschluss oder Knöpfe heraustrennen lässt. Des Weiteren gibt es Oberteile, die beispielsweise Bluse und Shirt in einem sind oder Kleider, die gleichzeitig als Röcke getragen werden können. Auch Kleidungsstücke, die innen und außen verschiedene Muster oder Farben aufweisen und sich von beiden Seiten tragen lassen, fallen in diese Kategorie.

Überschnittene Schultern
Bei T-Shirts und anderen Oberteilen mit überschnittenen Schultern läuft die Schulterlinie der Nähte über die Schultermitte hinaus. Die Ärmeleinsatznaht sitzt dadurch tiefer als bei anderen Shirts. Die Ärmel wirken weiter und ausgestellt. Breitere Oberarme können mit diesem Schnitt kaschiert werden. Der Schnitt lässt Varianten wie Fledermausärmel zu und wirkt leger bis elegant.

U-Boot-Ausschnitt
Der U-Boot-Ausschnitt verläuft in einer sanft gebogenen Linie von Schulter zu Schulter. Diese Ausschnittform ist im Bereich der Damenoberbekleidung vorwiegend bei Pullovern und Shirts sowie gelegentlich bei Kleidern anzutreffen. Kennzeichnend für diese Variante des Ausschnitts ist neben seiner ovalen, breitgezogenen Form, dass er die Schultern weitgehend frei lässt, den Brustbereich aber vollständig bedeckt. Der deutsche Name rührt daher, dass diese Ausschnittform ursprünglich bei der Dienstkleidung der Matrosen auf U-Booten verwendet wurde. Die englische Bezeichnung "boat neck" weist darauf hin, dass die Marine dieses modische Detail einst von der Bootskleidung der Matrosen auf Segelschiffen übernommen hat.

Used-Look
Der Used-Look (von engl. used = gebraucht) zeichnet sich durch Designs aus, die Kleidungsstücke mithilfe bestimmter Techniken bewusst alt und gebraucht wirken lassen. Der Begriff Used-Look ist in eine Reihe mit Vintage oder dem Retro-Look einzuordnen. Typisch ist die verwaschene, von Löchern durchzogene Jeans. Doch auch Shirts, Kleider, Jacken und Schuhe werden gerne im Used-Look gehalten. Weitere Merkmale des Used-Looks sind verblasste Farben und ausgefranste Ränder.

Velveton
Velveton ist ein anderer Begriff für unechten Samt und stellt ein atlasbindiges und kräftiges Gewebe dar, das aus Baumwolle gefertigt wird. Es wird aufgeraut und erhält hierdurch eine samtartige und weiche Oberfläche. Velveton wird zum Beispiel für wildlederartige Oberbekleidungen wie Jacken oder Hosen verwendet. Zur Fertigung des Stoffes werden Baumwollgarne im Schuss oder Baumwollzwirne in der Kette genutzt. Die äußerst gute mechanische Festigkeit von Velveton wird durch die hohe Schussfadenzahl von bis zu 60 Fäden je Zentimeter erreicht. Die Samtimitation mit der geschmirgelten, aufgerauten Oberfläche in der Optik von Wildleder ist auch als Duvetine, Peau de Peche oder Pfirsichhaut bekannt.

Verbrämung
Als Verbrämung wird eine Verzierung oder Ausschmückung der Kanten eines Kleidungsstückes bezeichnet. Besonders häufig verwendete Materialien zur Verbrämung sind Pelz und Plüsch. Die Ränder des Kleidungsstückes werden entweder komplett oder nur teilweise eingefasst. Die Verbrämung diente früher nicht nur dem dekorativen Zweck, sondern sollte auch verschleiern, dass das Kleidungsstück eventuell gar nicht mit Pelz gefüttert war. Sie ist heutzutage hauptsächlich an Winterjacken und -mänteln zu finden.

Verdeckte Knopfleiste
Eine verdeckte Knopfleiste wird bei Oberbekleidung wie Shirts und Hemden, aber auch bei Jacken und Mänteln verwendet. Eine Blende liegt über der eigentlichen Leiste mit den Knopflöchern. Werden die Knöpfe geschlossen, sind sie durch die Blende komplett abgedeckt. Auch bei Jeanshosen mit Knopfverschluss wird in der Regel mit einer verdeckten Knopfleiste gearbeitet - es sei denn, die Knöpfe sollen als modische Details zu sehen sein. In vielen Fällen wird die verdeckte Knopfleiste aus optischen Gründen eingesetzt. Bei Jacken und Mänteln, besonders bei Outdoor-Bekleidung und Regenkleidung hat sie auch einen praktischen Nutzen: Sie verhindert, dass durch die Knopfloch-Öffnungen Feuchtigkeit eindringen kann.

Vintage
Vintage (engl. altmodisch, traditionell, erlesen) bezeichnet eine Stilrichtung in Mode und Design, die entweder alte oder bewusst altmodisch entworfene Kleidungsstücke, Accessoires und Gegenstände umfasst. Kleidungsstücke kommen häufig aus Second-Hand-Geschäften oder werden von Familie oder Freunden vererbt. Da Vintage sich international zum Trend entwickelt hat, werden die meisten Modelle jedoch anhand traditioneller Muster neu hergestellt und anschließend mit unterschiedlichen technischen Verfahren künstlich verschlissen. Dabei entsprechen weder Material noch Produktion der ursprünglichen Vorgehensweise, was am Endprodukt je nach Raffinesse und Aufwand der Produktion mehr oder weniger sichtbar ist. Zeitlich wie kulturell orientiert sich Vintage an unterschiedlichen Epochen und Räumen, deren typische Stilelemente innerhalb eines Looks miteinander kombiniert werden können.

Viskose
Viskose ist ein Produkt auf Basis natürlicher Cellulose. Die Faser wird chemisch hergestellt und ist auch unter dem Namen Kunstseide oder Rayon bekannt. Das vielseitige Naturprodukt ist hautfreundlich, das Gewebe weich und fließend. Viskose wird für pflegeleichte Bekleidung verwendet, die leicht und locker fallen soll. In Kombination mit einem Elasthan-Anteil wird die Faser dehnbar, so dass das trageangenehme Material z. B. für T-Shirts, Röcke oder Kleider Verwendung findet und perfekten Sitz garantiert. Viskose lässt sich hervorragend färben und punktet mit brillanten Farben. Sie kann entweder ein mattes Finish oder einen seidigen Glanz annehmen. Auch als Futterstoff ist Viskose bestens geeignet.

VOKUHILA
VOKUHILA ist eine Wortzusammensetzung aus den Anfangsbuchstaben von "vorne kurz, hinten lang" und bezieht sich auf die Saumlänge von Shirts, Blusen, Röcken und Kleidern. Kleidung in diesem betont femininen Schnitt wirkt figurschmeichelnd. VOKUHILA-Oberteile harmonieren besonders gut mit enganliegenden Hosen, Jeans und Bleistiftröcken. Fließende Stoffe wie Chiffon, Seide oder Viskose, die die Silhouette bei jeder Bewegung umspielen, sind hierfür ideal geeignet.

Volant
Ein Volant ist ein Besatz beispielsweise an Blusen, Kleidern oder Röcken, der aus einem rund geschnittenen Stoffstreifen besteht und an der innenliegenden Schnittkante an das Kleidungsstück angenäht wird. So entsteht ein in vertikalen Wellen verlaufender Stofflauf, der mit seinem bauschigen und flatternden Charakter das Kleidungsstück ziert und einen modischen Akzent setzt. Außerdem kann ein Volant auch eine "auffüllende", formgebende Funktion haben. Im Gegensatz zur Rüsche wird ein Volant nicht gerafft, sondern glatt angenäht. Der typische, wellenartige Faltenwurf verleiht Kleidungstücken einen romantischen und femininen Charakter.

Wasserfallkragen
Charakteristisch für einen Wasserfallkragen ist locker geraffter Stoff, der in weichen Wellen nach unten fällt - wie Kaskaden, die Stufen eines Wasserfalls, daher der Name. Er ist optisch sehr auffällig und eine interessante Alternative zu anderen Kragenarten. Er passt sowohl zu klassischen Blusen und Pullovern als auch zu lässigen Freizeit-Shirts und sexy Abendkleidern.

Webpelz
Als Webpelz wird die aus synthetischen Fasern hergestellte Nachbildung von Naturpelz bezeichnet. Im Gegensatz zu Samt und Plüsch verfügt Webpelz über einen hohen Flor. Der auch als Kunstfell bezeichnete Webpelz besteht aus zwei unterschiedlichen Garnen. Ein stark verzwirntes Baumwollgarn dient als Grundgarn. Der Flor besteht aus feinem Polyacryl. Beim Miteinanderverweben der beiden Materialien werden die Florfäden mit dem Grundgarn verbunden und an die Sichtfläche befördert. Zusätzlich wird elastischer Polyurethan-Kleber an der Unterseite aufgebracht, um das Ausfallen der Haare zu verhindern. Seit den 1970er Jahren hat sich Webpelz auf den internationalen Laufstegen durchgesetzt und ist als elegantes und dekoratives Pelzimitat an Damenjacken, Mänteln, Kleidern und Schuhen nicht mehr wegzudenken.

Wickelbluse/-shirt
Eine Wickelbluse (Cache-Coeur-Bluse) bzw. ein Wickelshirt wird nicht über Knöpfe geschlossen, sondern besitzt am Vorderteil zwei Stoffbahnen, die über Kreuz um die Taille gewickelt ud verknotet werden. Aufgrund der Wickeltechnik entsteht ein mehr oder weniger tiefer V-Ausschnitt. Als Material eignen sich Stoffe, die nicht zu sehr auftragen, wie z. B. Seide, Baumwolle, Viskose und Satin. Viele Cache-Coeur-Blusen oder -Shirts vermitteln lediglich den Eindruck, gewickelt zu sein. Man spricht dann von Wickeloptik. Wickelblusen und -shirts lenken die Aufmerksamkeit auf die Taille und lassen mit dem X-Shape eine Sanduhrfigur entstehen, die überaus feminin wirkt. Sie passen sowohl zu Hosen als auch zu Röcken.

Wolle
Als Wolle bezeichnet man Tierhaare, die zu Fäden versponnen werden, um ein Gewebe herzustellen. In erster Linie wird dazu Schafwolle verwendet, darüber hinaus auch die Haare von Ziegen, Kamelen und Angorakaninchen. In Europa ist diese Art der Textilherstellung seit über 5000 Jahren bekannt. Wollgewebe hat natürliche Thermoregulationseigenschaften, da es durch seinen hohen Luftanteil gut isoliert und die Eigenwärme des Körpers speichert. Obwohl die Oberfläche von Wollgewebe wasserabweisend ist, kann es viel Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen, und wieder an die Umgebung abgeben. Durch ihre chemischen Eigenschaften neutralisiert Wolle Schweißgerüche. Wollgewebe umfassen ein großes Spektrum, von schwerem Filz bis hin zu sehr feinen leichten Stoffen. Aufgrund der Schuppenstruktur der Haaroberfläche neigt Wolle zur Fusselbildung (Pilling).

Zip off
Zip off bedeutet, dass sich die Länge einer Hose durch das Abtrennen von Beinlingen, die durch Reißverschlüsse mit dem oberen Teil des Beinkleids verbunden sind, verändern lässt. Je nach Variante lassen sich zwei Längen - lange Hose und Shorts - oder zusätzlich die dritte Hosenlänge als unterhalb des Knies endende Dreiviertel-Hose einstellen. Zip-off-Hosen wurden ursprünglich für Outdoor-Aktivitäten in Regionen entwickelt, in denen die Temperaturen während des Tages stark schwanken. Sie sind auch an Frühlingstagen praktisch, wenn die Sonne morgens noch nicht scheint. Wenn der Reißverschluss beim Tragen als lange Hose nicht sichtbar ist, eignet eine Hose mit Zip-off-Funktion sich auch als praktische Hose für das Büro, die nach Feierabend verkürzt wird.

Zipper
Der Zipper, welcher im deutschen Sprachgebrauch als Reißverschluss bekannt ist, dient als Verschluss für diverse Kleidungsstücke, Schuhe und Taschen. Er hat an zwei Seiten sogenannte Krampen, die sich ineinander verhaken oder sich lösen, wenn der Schieber in je eine der beiden Richtungen bewegt wird. Als Material wird Metall oder Kunststoff verwendet. Zipper müssen nicht immer funktional sein, sondern werden bei Kleidung und Schuhen auch gern als zierende Applikationen eingesetzt, um modische Akzente zu setzen.

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